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MSC plant Flutlichtrennen für 13. August

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Warten auf den Start: Unser
Warten auf den Start: Unser Foto stammt vom letzten Grasbahnrennen in 2019 und zeigt einige Gespanne, die darauf warten, dass die Startleine nach oben schnellt. © Hartmut Wenzel

Die besten europäischen Seitenwagen-Gespanne fahren am 13. August auf der Grasbahn des MSC Bad Hersfeld die Teilnehmer für das EM-Finale aus. Zudem richtet der Hersfelder Klub in diesem Jahr zwei weitere Veranstaltungen aus.

Der Motorsportclub (MSC) Bad Hersfeld genießt in der Szene einen guten Ruf. Das ist auch nach zwei Jahren Pandemie und der dadurch bedingten Rennpause nicht anders.

Und so dürfen sich die Hersfelder Motorsportler um Vorsitzende Elona Schäfer-Hablesreiter und deren Sohn, Rennleiter Denis Schäfer, auf ein ganz besonderes Prädikat freuen: Der MSC richtet am Samstag, 13. August, auf seiner Grasbahn unterhalb der A4 an der Fulda unter Flutlicht das einzige Halbfinale der Europameisterschaft der internationalen Seitenwagenklasse aus. Immer vorausgesetzt, die Pandemie bremst die Veranstaltung nicht aus.

2019 waren die Hersfelder Gastgeber des EM-Finales der internationalen Solisten. Den Titel hatte sich damals vor etwa 2000 begeisterten Motorsportfans im weiten Rund an der Fulda der Brite Zach Wajtknecht mit einem wahren Husarenritt gesichert. „Ich denke, wir haben uns mit der Ausrichtung dieses Finales damals einen guten Namen bei der FIM Europe gemacht“, vermutet Dennis Schäfer. Und Mutter Elona ergänzt: „Wir haben von allen Teilnehmern, Offiziellen und der Jury nur Lob und Anerkennung bekommen.“

Zweifel, was mit Blick auf die Pandemie, im August sein könnte, blieben natürlich. Und doch wollen die Organisatoren jetzt in die Vollen gehen, was die Planungen anbelangen. „Eine solche Großveranstaltung braucht viel Vorlauf. Ein halbes Jahr reicht da eigentlich nicht“, berichtet Schäfer. Denn neben der regelmäßigen und intensiven Bahn- und Geländepflege, müssen im Hintergrund die Strippen gezogen werden, was Absprachen mit Verband, Fahrerfeld und natürlich auch Sponsoren angeht. „Unsere treuen Großsponsoren sind wieder dabei. Und wir haben Glück, dass viele unserer Kleinsponsoren Handwerksbetriebe sind, die die Corona-Krise gut überstanden haben“, erzählt die Vorsitzende und atmet tief durch. Ein Großteil des Etats speist sich über Anzeigen im Programmheft.

Der Eintritt, der zuletzt in 2019 bei 18 Euro lag, soll auf alle Fälle unter 20 Euro bleiben. „Wir wollen es bürgernah halten“, sagt Dennis Schäfer. Wohlwissend, dass die Einkaufspreise für Papier sowie Catering steigen dürften. Und auch die Spritpreise bereiten den Verantwortlichen des MSC ein wenig Kopfzerbrechen. „Die Motorsportfans scharren mit den Hufen, weil ja in den vergangenen beiden Jahren kaum Rennen stattgefunden haben. Aber es bleibt fraglich, ob sich auch jeder eine möglicherweise weite Anreise nach Bad Hersfeld so wie früher leisten kann und will“, spekuliert Schäfer. Zum Rennprogramm gehören am 13. August auch Rennen der offenen internationalen Soloklasse, sowie der B-Gespanne.

Die Vorfreude bei den Veranstaltern ist im Jahr des 70-jährigen Bestehens jedenfalls groß. „Es wird Zeit, dass wieder etwas passiert“, sagt Elona Schäfer-Hablesreiter. Und ihr Sohn macht schon gleich mal ein bisschen Werbung in eigener Sache: „Das Kommen lohnt sich. Es wird kurzweilig, knackig, spannend und natürlich spektakulär“, stellt er klar.

Am Rande: Die Mückenstürmer Classics, bei der in der Bad Hersfelder Innenstadt jede Menge Young- und Oldtimer zu bewundern sind, richtet der MSC Bad Hersfeld am Samstag, 14. Mai, als erste seiner drei Veranstaltungen in diesem Jahr aus. Am 18. Juni steht dann der 3-Länder-Marathon über gut 200 Kilometer durch Bayern, Hessen und Thüringen an. Start und Ziel befinden sich auf dem MSC-Gelände. Es ist eine Ausfahrt für Autos, Mopeds, Mofas und Motorräder. Mitveranstalter sind die Mückenstürmer Zweitakter, die Organisatoren von „Ein Kessel Buntes“, der zuletzt am Eichhof in Bad Hersfeld stattfand.

Dennis Schäfer, Rennleiter vom MSC Bad Hersfeld.
Dennis Schäfer, Rennleiter vom MSC Bad Hersfeld. © Hartmut Wenzel

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