Was uns aufgefallen ist

Fußball: Niederaulas Trainer Ullrich „schwillt der Kamm“

Starker Rückhalt: Routinier Witold Sabela hielt für Weiterode den Sieg in Niederaula fest.
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Starker Rückhalt: Routinier Witold Sabela hielt für Weiterode den Sieg in Niederaula fest.

Der Weiteröder Sieg beim Meisterschafts-Favoriten Niederaula/Kerspenhausen und Haunetals 2:1 sind die beiden Ergebnisse, die uns an diesem Wochenende in der Fußball-Kreisoberliga aufgefallen waren.

SG Niederaula/Kerspenhausen

Die SG Niederaula ist auf der Suche nach der richtigen Form: Ratlos standen die Spieler nach dem 0:1 gegen Weiterode vor ihrer Bank, während die Gäste vor der Tribüne einen Kreis bildeten und ein dreifaches „Hipp-Hipp-Hurra“ anstimmten. Denn ihr Sieg war nicht unverdient.

Das musste zum Schluss sogar Frank Ullrich zugeben. „Das Spiel ist von Beginn an für sie gelaufen“, sagte der Niederaulaer Trainer, für dessen Mannschaft die erste Niederlage einen herben Rückschlag bedeutet. Ein frühes Tor durch Laurenz Hirschfeld per Kopf spielte Weiterode dabei in die Karten. Danach hatte die SGN zwar 70 Prozent Ballbesitz, aber gute Chancen für den Favoriten waren Mangelware. Und wenn tatsächlich einmal einer durch war, dann stand da mit Witold Sabela ein Torhüter im Kasten, der in der Liga seinesgleichen sucht. Sabela hielt nicht nur gegen Fabian Koch, sondern auch gegen Jan Ullrich und schon vor dem Wechsel gegen Lukas Gemming.

Ausgebremst: Haunetals Fabian Reul (links) versucht Hohe Lufts Tim Hartwig auszubremsen. Der Hersfelder Stürmer erhielt in der Schlussphase die Rote Karte wegen Meckerns.

Nur einmal wurde der Weiteröder Keeper bezwungen, als Koch auf Ullrich passte und der Ball auf einmal hinter der Linie lag, der Schiri aber auf Abseits entschied. „Selbst Sabela hat hinterher zugegeben, dass es kein Abseits war“, erzählt Ullrich, der monierte, dass seine Mannschaft zu wenig auf Kurzpassspiel umschaltete. Und sich dann in Zweikämpfen verstrickte. „Da schwillt mir jedes Mal der Kamm, wenn ich das sehe“, sagte der Coach.

Niederaula empfängt in der ersten Runde des Regionalpokals am Mittwoch den Hessenligisten SV Neuhof, Am Freitagspieltag der Kreisoberliga ist frei, Sonntag geht es gegen Dittlofrod. „Unser Fokus liegt aber eindeutig auf dieser Partie“, ergänzt Ullrich, der am Sonntag auch auf die beiden Zugänge Tom und Dennis Pierce zurückgreifen konnte, für die die Spielberechtigung kurzfristig doch vorlag.

SG Haunetal

„Wir haben uns den Sieg verdient, weil wir eine gute kämpferische Einstellung an den Tag gelegt haben“, so ein kurzes, aber treffendes Fazit von Timo Lübeck aus dem SG-Vorstand. Die Haunetaler konnten kurzfristig doch auf Simon Schott bauen, der etwas früher aus dem Urlaub zurückgekommen war. Das erwies sich als Glücksfall, denn Schott schoss auch gleich das 1:0. (17.) Während sich Haunetal auf das Spiel konzentrierte, haderte der Gast mit dem Schiri. Schon in der ersten Halbzeit kassierte der FSV vier Gelbe Karten, nach dem Wechsel kam noch eine hinzu – und in der Schlussminute noch einmal Rot für Tim Hartwig wegen Schiri-Beleidigung. Danach kochten noch einmal die Gemüter hoch, beruhigten sich aber schnell wieder.

Zwei, die das Haunetaler Spiel nach vore trieben, waren die Neuzugänge Volodymyr Makoviih und Ede Karadavut. Letzterer schoss auch das Siegtor.

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