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Tischtennis: Und plötzlich ist der SV Asbach Meister

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Von: Kristina Marth

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Mit Nico Gerlach hat der SVA seit Saisonbeginn einen starken Mann auf der Spitzenposition.
Mit Nico Gerlach hat der SVA seit Saisonbeginn einen starken Mann auf der Spitzenposition. © Friedhelm Eyert

Mit neun Siegen in neun Spielen hat die erste Mannschaft des SV Asbach die Meisterschaft in der Bezirksklasse geholt und ist eines der erfolgreichsten Tischtennis-Teams in der Region. Nach dem vorzeitigen Saisonabbruch steigt der SVA somit als Meister erstmals in die Bezirksliga auf.

Bad Hersfeld – Eigentlich sollte die Siegesserie der Tischtennisspieler des SV Asbach am kommenden Wochenende weitergehen: Nach einer dreiwöchigen Verschiebung sollte dann die Rückrunde ausgetragen werden. Am Mittwochnachmittag aber brach der Verband die laufende Serie ab. Der SVA ist damit Meister – 9:0 Siege, 59:24 in den Einzeln, 22:6 in den Doppeln lautet seine Bilanz. Was das Team so erfolgreich machte? Ein Überblick.

Der Saisonstart

Von Beginn an lief es bei den Asbachern rund. Zum Saisonstart im September gelang ihnen ein 9:0 gegen Röhrigshof, es folgten ein 9:1 gegen die eigene Reserve sowie ein 9:2 gegen den TSV Sorga. Ein solcher Einstieg in die Saison verleiht Schwung – den das Team im Saisonverlauf mitzunehmen wusste.

Die Nerven

Das knappste Duell lieferte sich der SVA zum Abschluss der Vorrunde auswärts mit dem TTC Lüdersdorf III. Beim zwischenzeitlichen 6:6 lagen beide Mannschaften gleichauf und vor dem Schlussdoppel hätte beim Stand von 7:8 auch ein Punkt beim Gastgeber bleiben können. Am Ende aber behielten Nico Gerlach und Johannes Vierheller die Nerven und führten ihr Team in drei Sätzen zum Sieg.

Das Personal

Ist natürlich ein ganz wichtiger Faktor in Asbach. Hier sind gleich mehrere Aspekte zu beachten. Zum einen die Ausgeglichenheit des Teams. „Wir haben eine gute Leistungsdichte“, sagt Mannschaftsführer Luca Geppert und erklärt, dass mindestens zehn Spieler auf ähnlichem Niveau spielen würden. Neben den Männern der ersten zählen dazu auch viele der zweiten Mannschaft, was im Training und auch dann, wenn Ersatz gebraucht wird, große Vorteile bringt.

Mannschaftsführer des SV Asbach: Luca Geppert
Mannschaftsführer des SV Asbach: Luca Geppert © SV Asbach

Auch der SVA II, ebenfalls in der Bezirksklasse gemeldet, spielte eine starke Saison: Die Reserve belegt den dritten Platz.

Der Spitzenspieler

Nico Gerlach, vor der Serie von der Hohen Luft nach Asbach gewechselt, ist ein echter Gewinn an der Spitze des Teams. „Mit ihm haben wir noch einen weiteren Schritt machen können, denn nun haben wir einen Spieler, der auch vorn in der Liga gut mithalten kann“, meint Geppert. Im mittleren und unteren Paarkreuz habe man immer richtig gute Leistungen bringen können, im vorderen Paarkreuz hätte es in der Vergangenheit oft gefehlt.

Das vordere Paarkreuz

Geht es um das vordere Paarkreuz, mit dem die Asbacher in die Rückrunde starten wollten, ist noch ein anderer Name zu nennen. Johannes Vierheller, in der Vorrunde noch an Position vier gesetzt, ist im Team auf Position zwei vorgerückt. Eine Einzelbilanz von 14:0 spricht im Grunde genommen für sich. Ein weiterer starker Rückhalt im Asbacher Team.

Asbachs Johannes Vierheller hat in der Vorrunde alle seine Einzel gewonnen.
Asbachs Johannes Vierheller hat in der Vorrunde alle seine Einzel gewonnen. © Friedhelm Eyert

Die Jugendarbeit

Ein Faktor, der ebenfalls eine Rolle spielt, ist die Jugendarbeit des SVA. Neben drei Herrenmannschaften messen sich auch die unter 13-Jährigen mit der Konkurrenz. „Es hat gut funktioniert, dass in den letzten Jahren zwei, drei Spieler hochgekommen sind, die frischen Wind reinbringen“, sagt Geppert. Mit 20 Jahren ist er einer davon, auch Moritz Elvert ist ein Eigengewächs. Abgesehen von Nico Gerlach habe eigentlich jeder bereits früher in Asbach gespielt, erklärt er – etwas, das auch für die Teamchemie Pluspunkte bringt.

Die Teamchemie

Man kennt sich lange, versteht sich gut und legt großen Wert auf Kameradschaftlichkeit. Nach Spielen sei die Halle nie direkt leer, verrät Geppert. So oft wie möglich sitze man noch ein paar Stündchen zusammen.

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