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Eintracht Baunatal souverän gegen Tabellenschlusslicht

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Von: Martin Scholz

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Die Baunataler Phil Räbiger (Zweiter von links) und Marvin Gabriel (vorn rechts) versuchen Werders Angriffsbemühungen zu entschärfen, während Eintracht-Torhüter Moritz Goldmann (hinten rechts) wachsam bleibt.
Die Baunataler Phil Räbiger (Zweiter von links) und Marvin Gabriel (vorn rechts) versuchen Werders Angriffsbemühungen zu entschärfen, während Eintracht-Torhüter Moritz Goldmann (hinten rechts) wachsam bleibt. © Dieter Schachtschneider

Was zäh begann, wurde am Ende richtig gut. Handball-Drittligist GSV Eintracht Baunatal wurde am Samstag seiner Favoritenrolle gerecht und landete einen 39:26 (14:11)-Kantersieg gegen HV Grün-Weiß Werder (Havel). Mit einem Punktestand von 20:14 und durch die Siege in den beiden Spielen des neuen Jahres dürften sich die Schützlinge von Trainer Dennis Weinrich bereits früh möglicher Abstiegssorgen entledigt haben.

Lediglich 110 Zuschauer in der Baunataler Rundsporthalle erlebten einen etwas zähen Start der Eintracht, die bis zur 38. Minute brauchte, bevor sie 5:1-Deckung der Gäste vollständig überwand. Da war der Tabellenletzte aus Brandenburg noch einmal auf 17:18 herangekommen. „Unser Tempospiel war teilweise nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zudem spielen wir nicht so oft gegen eine 5:1-Abwehr und haben da zunächst einige Fehler gemacht“, sagte Trainer Weinrich nach dem Spiel.

Dabei bot auch die erste Halbzeit bereits etliche sehenswerte Spielzüge, bei denen erneut Linksaußen Felix Geßner als effektiver Tempogegenstoß-Spezialist agierte und Marvin Gabriel als umsichtiger Passgeber glänzte. Weil sich aber die Gäste nicht so recht in ihre Opferlamm-Rolle fügen wollten und sich bei der Eintracht immer mal wieder unnötige Ballverluste einschlichen, blieb die Partie doch lange Zeit offener als aus Baunataler Sicht gewünscht.

In den letzten 20 Minuten musste Werder allerdings der offensiven Defensivarbeit Tribut zollen. „Ihre Verteidigung war offensichtlich zu kräftezehrend. Mit der ersten und zweiten Welle kamen wir dann leicht zu unseren Toren“, sagte später Lasse Reinhardt, der selbst vier Tore beisteuerte.

Und auch der Baunataler Positionsangriff kam nun leichter zum Ziel. Das Kreisläuferspiel funktionierte, und Phil Räbiger steuerte aus dem linken Rückraum ein ums andere Mal Zählbares bei. „Werder hat lange überraschend gut mitgespielt, aber schließlich konnten wir das Tempo verschärfen und haben unseren Stiefel durchgezogen“, sagte der 32-Jährige.

Dabei waren auch die Baunataler Torhüter recht hilfreich. Moritz Goldmann zeigte erneut eine starke Leistung mit sieben Paraden und reaktionsschnellen Auftritten bei 1:1-Situationen. Und auch Marcel Lohrbach behielt mit seinen vier Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern die Übersicht.

Rundum zufrieden sein konnten aber am Samstag auch die Nachwuchsspieler Philipp Batz und Friedrich Frank Hellmuth, die in der Schlussphase des Spiels für Benjamin Fitozovic und Felix Geßner zu ihren Einsätzen kamen und eine ordentliche Leistung ablieferten. (Martin Scholz)

Baunatal: Goldmann (1. - 42.), Lohrbach (42. - 60.), Mügge (1 Siebenmeter) - Gabriel 3, Lasse Reinhardt 4, Fynn Reinhardt 2, Geßner 5, Räbiger 7, Fitozovic 5, Bieber 4, Hellmuth, Batz 1, Trogisch 4/1, Kleinschmidt 4, Helbing

Werder: Pfefferkorn (1. - 46.), Schüler (46. - 60.) - Schwark 6, Dobberitz 1, Schumacher 2, Junghanns 5/2, Boede 4/2, Suana 1, Farchmin 1, Folgmann, Nehls 3, Bruck 3

SR: Budde/Ehlert, Z.: 110

Siebenmeter: 1/1:6/4

Strafminuten: 8:6

Spielverlauf: 2:2 (6.), 6:3 (14.), 7:5 (17.), 12:8 (23.), 13:11 (28.), 16:12 (33.), 18:17 (38.), 23:18 (42.), 27:20 (46.), 30:21 (50.), 35:24 (55.), 37:25 (58.)

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