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Vanessa Grimm startet optimistisch ins WM-Jahr

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Von: Martin Scholz

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Siebenkämpferin Vanessa Grimm im vergangenen Jahr, als sie beim Siebenkampf-Meetingen in Götzis eine neue Bestleistung aufgestellt hat.
Siebenkämpferin Vanessa Grimm im vergangenen Jahr, als sie beim Siebenkampf-Meetingen in Götzis eine neue Bestleistung aufgestellt hat. © imago/Oliver Lerc

Sie ist wieder da: Die Hofgeismarer Siebenkämpferin Vanessa Grimm wird Ende Januar nach sechs Monaten Pause ins Wettkampfgeschehen zurückkehren. Die 25-lährige Polizeikommissarin, die 2022 die Leichathletik-WM und -EM wegen eines Anrisses im linken Kreuzband verpasste, plant bei den Hessischen Hallenmeisterschaften am 28. Januar erste Wettkampftests über 60 Meter und im Kugelstoßen. Für uns lässt die Leichtathletin das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren und blickt nach vorn. Vanessa Grimm über...

... das erste Halbjahr 2022: Nach meinem dritten Platz beim Siebenkampf in Götzis sollten WM und EM die Saisonhöhepunkte werden. Für die EM war ich direkt über die Punktzahl qualifiziert und für die WM über die Weltrangliste. Nach den 6323 Punkten von Götzis war ich natürlich optimistisch für die Saisonhöhepunkte. ... das zweite Halbjahr 2022: Eine Woche vor der Abreise zur WM in die USA war meine Kreuzbandverletzung bei einem Test-Wettkampf Ende Juni ein Schock, der mir den Boden unter den Füßen weggerissen hat. Zusammen mit meinem Trainer haben wir aber sofort umgeschaltet. Ziel waren jetzt nicht mehr Wettkämpfe, sondern die bestmögliche Reha-Behandlung. In Salzburg wurde ich dann von einer Kreuzband-Spezialistin behandelt. Weil es nur ein Anriss war, fiel relativ schnell die Entscheidung, es ohne Operation zu versuchen. Wie sich im Herbst herausstellte, war das zum Glück die richtige Entscheidung. Über physiotherapeutischen Maßnahmen wie Aqua-Jogging konnte ich dann das Knie schrittweise wieder mehr belasten. Inzwischen habe ich viel Krafttraining gemacht und fühle mich bereit, allmählich ins Wettkampfgeschehen zurückzukehren.

... ihre Hoffnungen für 2023: Alle Untersuchungen haben bestätigt, dass mein Knie wieder hergestellt ist und das die Entscheidung gegen eine Operation die richtige gewesen ist. Einzelstarts bei den Hessischen und Süddeutschen Hallen-Meisterschaften in den nächsten Wochen werden zeigen, wie belastbar das Knie ist. Vor allem in Hoch- und Weitsprung und beim Hürdenlauf wird das deutlich werden. Im März werde ich dann für drei Wochen ins Trainingslager nach Südafrika gehen und im April nach Belek in die Türkei. Danach sollte ich ausreichend vorbereitet sein für die Siebenkämpfe in Götzis und Ratingen. Die großen Ziele sind natürlich die Teilnahme an der WM in Budapest im August und auch eine neue Bestleistung. Dabei hoffe ich, mich wieder über die Weltrangliste zu qualifizieren, falls ich die WM-Norm von 6480 Punkten nicht schaffen sollte. ... ihre Konkurrentinnen: Caro Schäfer und Sophie Weißenberg haben natürlich gute Aussichten auch an der WM teilzunehmen. Das erhoffe ich mir im Übrigen auch, weil es immer schön ist, bei einem internationalen Wettkampf nicht allein zu sein. Im Sommer wissen wir dann mehr. (Martin Scholz)

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