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JFV Aulatal: Veapi lobt Charakter des Teams

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Von: Kristina Marth

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Die Fußball-A-Junioren des JFV Aulatal wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen.
Die Fußball-A-Junioren des JFV Aulatal wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen. © Friedhelm Eyert

Für die Fußball-A-Junioren des JFV Aulatal ist die erste Saisonhälfte beendet, mit nur zwei Zählern sind sie Schlusslicht der Verbandsliga Gruppe Nord. Am 2. April startet die Abstiegsrunde.

Kirchheim – Für die Fußball-A-Junioren des JFV Aulatal lief die Saison in der Verbandsliga nicht gerade erfolgreich, Trainer Adrian Veapi möchte jedoch kein durchweg negatives Fazit ziehen. Im Interview blickt er auf die aktuelle und die neue Saison.

Die Vorsaison wurde nach sechs Spielen abgebrochen, damals lag der JFV Aulatal auf Rang eins. Nach dieser Spielzeit sind Sie Tabellenletzter. Wie ist das zu erklären?

Das lässt sich eigentlich ganz einfach erklären. Im letzten Jahr hatten wir einen starken Jahrgang, ein richtiges Team, das schon jahrelang zusammengespielt hat. Dazu kamen zwei, drei Ausnahmespieler. Dieses Jahr sieht das anders aus: Wir haben viele jüngere Spieler aus dem 2004er-Jahrgang dabei und sogar einige 2005er, die noch in der B-Jugend spielen dürften. Gerade im Jugendbereich merkt man dann einen Qualitätsverlust, wenn ein stärkerer Jahrgang raus ist. Aber das gehört dazu.

Ihr Team hat zwei Punkte geholt, bei einem Torverhältnis von 8:54. Lässt sich aus solch einer Saison dennoch etwas Positives ziehen?

Positiv zu sehen ist auf jeden Fall, dass die Jungs am Ball bleiben. Es ist natürlich auch für die Spieler keine einfache und schöne Situation. Dass sie trotzdem nicht den Kopf hängen lassen und sich Woche für Woche bemühen, ist charakterlich schon sehr gut. Im letzten Spiel beim Unentschieden gegen Marburg haben sie nach der Klatsche zuvor zum Beispiel auch noch einmal richtig Reaktion gezeigt – ich finde, das spricht für sich.

Konnten Sie im Laufe der Saison auf dem Platz eine Entwicklung feststellen?

Bei einzelnen Spielern auf jeden Fall. Wenn ich die B-Jugendlichen betrachte, haben sich alle sichtbar weiterentwickelt. Aber auch der ältere Jahrgang: Auch da haben sich viele verbessert, insbesondere was die Taktik betrifft.

In der Abstiegsrunde beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz nun bereits acht Punkte. Wie gehen Sie in die verbleibenden Spiele?

Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass nur die Punkte aus den Spielen gegen die Teams aus der Abstiegsrunde mitgenommen werden, deshalb waren wir von zwei Zählern Rückstand ausgegangen. Das ist ja nun leider nicht so. Im Prinzip ist das aber nebensächlich. Wir wissen, dass wir nächsten Jahr auf keinen Fall mehr in der Verbandsliga spielen können – allein schon von der Quantität her. Deshalb liegt das Augenmerk jetzt mehr auf dem Spaß und darauf, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen.

Adrian Veapi ist seit der Vorsaison alleiniger Trainer der A-Junioren des JFV Aulatal.
Adrian Veapi ist seit der Vorsaison alleiniger Trainer der A-Junioren des JFV Aulatal. © Friedhelm Eyert

Sie haben selbst Junioren-Hessenliga gespielt und sind nicht viel älter als Ihre Spieler. Ist das ein Vor- oder ein Nachteil, was glauben Sie?

Ich denke, es ist manchmal ein Vor- und manchmal ein Nachteil. Als Trainer, vor allem auch als junger Trainer, muss man sich anfangs natürlich den Respekt der Spieler erarbeiten. Bei uns hat sich das aber schnell entwickelt. Als ich selbst Junioren-Hessenliga gespielt habe, hatte ich auch einen jungen Trainer, von daher kenne ich die Situation auch aus der anderen Perspektive.

Was unterscheidet den Spieler vom Trainer Adrian Veapi?

Beide unterscheiden sich kaum. Ich bin als Spieler sehr ehrgeizig und auch als Trainer – da sogar eher noch mehr. Ich bin der Typ, der lieber etwas zu viel macht als zu wenig.

Wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus – als Spieler und als Trainer?

Als Spieler würde ich gern bald auf den Platz zurückkehren, ich musste zuletzt wegen einer Knie-OP pausieren. Ich hoffe, dass ich mein Aufbautraining nun bald in Angriff nehmen und meinen Vater, der ja die SG Niederaula/Kerspenhausen übernimmt, im Sommer als Spieler unterstützen kann. Das Trainer-Dasein macht mir Spaß, aber diesbezüglich lasse ich mich überraschen – in erster Linie möchte ich erst einmal selbst wieder spielen und dann schaue ich, für was darüber hinaus noch Zeit bleibt.

Und welche Perspektive sehen Sie für die A-Junioren des JFV?

Ich glaube, es sind sechs oder sieben Spieler, die nach der Saison in den Herrenbereich hochrücken. Was dann aus der B-Jugend kommt, wird sich zeigen. Mit den aktuellen 2004ern und 2005ern könnte das Team in der Gruppenliga vielleicht eine gute Rolle spielen. Aber man muss abwarten, ob alle Spieler am Ball bleiben. Inzwischen gibt es oft auch andere Prioritäten – dafür ist es nur der Amateurbereich und freiwillig.

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