Ein Leben für den Volleyball

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So kennt an ihn: Vellmars Volleyball-Trainer Roland Löber inmitten seiner Spieler. 

Aufstiege bis in die Regionalliga mit dem SSC Vellmar

Wenn man in Nordhessen über Volleyball spricht, wird man irgendwann auch auf den Namen Roland Löber kommen. „Rolö“ ist in Sachen Volleyball eine Hausnummer, und das seit Jahrzehnten. Zuletzt als Trainer der Regionalliga-Volleyballer des SSC Vellmar. Doch die wird der 63-jährige Lehrer in der kommenden Saison nicht mehr trainieren. Dierk Fooken übernimmt und Löber wird ins zweite Glied zurücktreten.

Die Anfänge

Roland Löber ging zur Carl-Schomburg-Schule, die bot als Ganztagsschule Nachmittagsunterricht an. Und durch Johannes Zeigert, den Mitbegründer des Deutschen Volleyball-Verbandes, eben in den Pause auch Volleyball. „Meine Eltern waren ja Sportschützen“, sagt Löber. „Das habe ich auch erst probiert, aber da habe ich nicht genug geschwitzt.“ Im Februar 1973 wird Löber, der inzwischen beim Zeigert-Club 1. VCW Kassel spielt, zusammen mit seinem Bruder Gerhard zum Lehrgang der Jugendnationalmannschaft berufen.

Der Spieler

1975 wurde Löber mit dem 1. VCW hessischer Jugendmeister, spielte in den Jahren danach mit den Wilhelmshöhern in der Regionalliga, später in der gleichen Klasse auch für den KSV Hessen. Es sollten viele Spiele in vielen Ligen folgen. 1999 wurde Löber zum dritten Mal in Folge mit der TG Wehlheiden Meister der Bezirksoberliga, ein Jahr später mit dem BffL. Beachvolleyball spielte Löber in dieser Zeit ebenfalls, 2009 stieg er mit der Tennismannschaft des TC Niestetal in die Gruppenliga auf. Fragt man nach dem Erfolg, der vielleicht am schönsten war, dann kommt die Antwort schnell: „Der Sieg im Bundesfinale des Wettkampfs I bei Jugend trainiert für Olympia mit der Goetheschule 1977 in Berlin.“

Der Trainer

Seit seinem 18. Lebensjahr ist Roland Löber auch neben dem Spielfeld zu finden. 1980 übernahm er dabei unter anderem während der Saison das Amt beim Regionalligisten KSV Hessen, als Rudolph „Rutze“ Schneider kürzer treten musste. Sechs Jahre später wurden die SSC-Mädchen Hessenmeister, im Team unter anderem Danja Müsch. Löber war Coach in der Schule, beim KSV Hessen, beim SSC oder der JSG Bergshausen/Vellmar.

Nach der Saison 2016/17 stieg Löber mit den SSC-Männern in die Regionalliga auf und hielt bis heute die Klasse. „Ein Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und eine starke Leistung“, so Löber.

Der Ausstieg

„Der Aufwand in der Regionalliga ist ja riesengroß, allein, wenn man an die weiten Fahrten denkt“, sagt Löber. Der Entschluss, kürzer zu treten, sei nicht von heute auf morgen gekommen, sondern in einem Prozess nach und nach gereift. „Wir sind von der Bezirksliga an aufgestiegen und mein persönliches Ziel war erst die Regionalliga und dann diese zu halten. Das habe ich erreicht.“

Die Zukunft

Roland Löber wird künftig die neue zweite Männermannschaft des SSC Vellmar in der Bezirksliga trainieren: „Die kommen jetzt aus der Jugend hoch.“ Langeweile wird er auch trotz des dabei bestimmt geringeren Zeitaufwandes nicht haben.

„Ich treibe ja grundsätzlich gern Sport, ich spiele Tennis und gehe ins Fitnessstudio, in Haus und Garten ist auch immer etwas zu tun“, sagt Löber, der im Mai 2019 rechts eine neue Hüfte bekam. Demnächst in dann die andere Seite dran. Und außerdem ist er seit Kurzem auch als Opa einer Enkelin gefordert.

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