„Abwarten und weiter motivieren“

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Winfried AufenangerMarathon-Veranstalter

Bisher 2000 Anmeldungen für Laufwochenende rund um den 20. September

Eine Entscheidung aus der Hauptstadt könnte im September auch Einfluss auf die nordhessische Laufszene haben. Dienstagnachmittag hatte das Land Berlin entschieden, dass Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Personen bis zum 24. Oktober untersagt sind. Als Folge daraus resultierte die Absage des Berliner Marathons, an dem im Vorjahr 47 000 Läufer teilgenommen hatten.

Während die Stadt Kassel – wie in Berlin geschehen – an die Zuständigkeit des Landes verweist und von dort noch eine Entscheidung aussteht, versuchen sich Veranstalter und Titelsponsor des EAM Kassel Marathons für alle Eventualitäten zu wappnen.

„An unserer Planung hat sich bisher nichts geändert, und wir bereiten uns weiter auf das Veranstaltungswochenende vom 18. bis 20. September vor“, sagt Veranstaltungsleiter Winfried Aufenanger. Aktuell sei es weiter seine Absicht, die Veranstaltung durchzuführen, bei der in der Vergangenheit rund 10 000 Läufer an den einzelnen Tagen und in den einzelnen Teildisziplinen am Start waren. Man werde dabei allerdings sämtliche Entscheidungen und Vorgaben von Land und Stadt voll respektieren. „Momentan müssen wir abwarten, wollen aber weiter motivieren im Training und in der Vorbereitung nicht nachzulassen“, sagt Aufenanger weiter. So habe bei dergrößten nordhessischen Laufveranstaltung immer der Gesundheitsaspekt im Vordergrund gestanden. Das Motto „Lauf für dein Leben“ sei vor allem auch deshalb gewählt worden, betonte Aufenanger.

Bisher liegen dem Veranstalter-Team 2000 Anmeldungen vor. Neuanmeldungen seien allerdings nach Verschärfung der Coronakrise im April kaum noch dazugekommen. Für den Fall einer Absage durch das Land wie es beispielsweise beim Hannover-Marathon geschehen sei, kann sich Aufenanger vorstellen, die bereits gezahlten Startgebühren für einen Start im Jahr 2021 anzurechnen.

Volle Unterstützung erfährt Aufenanger aktuell vom Titelsponsor EAM: „Wir unterstützen voll die Grundhaltung von Winfried Aufenanger: Die Themen Gesundheitsschutz und behördliche Auflagen müssen den Rahmen für eine Realisierung der Veranstaltung im Jahr 2020 bilden“, sagt Geschäftsführer Georg von Meibom.

Sicher sei schon jetzt, dass das Ereignis in diesem Jahr nicht genauso wie in den Vorjahren als Massenevent stattfinden könne. „Für eine kreative Umsetzung unter geänderten Bedingungen gibt es im Marathon-Team und der Sponsorenfamilie bereits gute Ansätze. Beispiele wie der Paderborner Osterlauf, der als „Solo-Lauf“ veranstaltet wurde, zeigen was alles möglich ist. Wir sind somit zuversichtlich, dass der besondere Spirit des EAM Kassel Marathons auch im September viele Läuferinnen und Läufer bewegen wird“, gibt sich der 59-Jährige optimistisch.

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