VERBANDSLIGA Mannschafts-Checks vor Wochenend-Spielen

Was die heimischen Teams so stark macht – Türkgücü im Derby gegen Sandershausen

Zwei junge Männer umkämpfen beim Fußball einen Ball, der Rechte der beiden kneift die Augen zusammen.
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Entschlossen und bestimmt: OSC-Verteidiger Janik Ziegler (links), hier gegen den Gudensberger Can Rommel, gibt sich vor dem Duell mit Weidenhausen kämpferisch.

Der OSC Vellmar führt die Tabelle der Fußball-Verbandsliga an. Der CSC 03 ist Dritter, TSG Sandershausen (7.) und der SV Türkgücü (11.) holten viele Punkte. Was sie stark macht.

Kassel – Der OSC Vellmar führt die Tabelle der Fußball-Verbandsliga an. Der CSC 03 ist Dritter, beide sind ungeschlagen. Zudem holten die TSG Sandershausen (7.) und der SV Türkgücü (11.) mehr Punkte, als beide wohl selbst für möglich gehalten hatten. Vor ihren Aufgaben am Wochenende, darunter das Derby der letztgenannten, wollten wir wissen, was sie stark macht.

OSC Vellmar: Gute Mischung erfahrener und junger Spieler

Dem OSC Vellmar bietet sich im Spitzenspiel des Ersten gegen den Vierten die Gelegenheit, einen Konkurrenten in zu distanzieren. Leicht dürfte dies nicht werden, denn zu Gast am Schwimmbad ist der SV Weidenhausen (Samstag, 15.30 Uhr).

Warum aber steht der OSC mit sieben Siegen und zwei Unentschieden derzeit so gut da? „Wir haben eine ganz gute Mischung von erfahrenen und hungrigen jungen Spielern. Außerdem herrscht im großen Kader ein hoher Konkurrenzkampf, jeder haut sich auch im Training voll rein“, sagt Janik Ziegler.

Der Linksverteidiger kam vor zwei Jahren vom KSV Hessen zum OSC und ist aus der Mannschaft längst nicht mehr wegzudenken. In allen neun Partien stand der 22-Jährige in der Startelf.

Gegen die Adler gelte es nicht nur auf Sören Gonnermann oder den aktuellen Toptorjäger der Liga Jan Gerbig zu achten. „Das ist bei denen keine Ein- oder Zwei-Mann-Schau, wir müssen auf viele Leute aufpassen. Sie kommen über den Kampf und das Kollektiv“, erklärt Ziegler.

CSC 03 Kassel: Flexible Offensive, Kompensation für Ausfälle

Nach dem spielfreien Wochenende hat der CSC 03 beim FSV Thalau (Sonntag, 15 Uhr) eine vermeintlich leichte Aufgabe. „Klar, wir wollen beim Letzten unseren guten Lauf fortsetzen und den Grundstein für einen heißen Oktober legen“, erklärt Trainer Lothar Alexi.

Allein die vergangene Partie gegen Ehrenberg verdeutlicht, warum es beim CSC so gut läuft. 0:2 lag das Team zurück, um am Ende doch noch einen 4:2-Erfolg zu feiern. „Wir sind in der Breite nun besser, aber noch nicht optimal aufgestellt“, begründet Alexi die Erfolgsserie mit sieben Siegen und einem Remis.

Zudem zeigt sich die Offensive flexibler. So muss der momentan überragende David Simoneit nicht ständig andere Positionen als die auf der rechten Seite einnehmen.

David Simoneit erzielte sieben Tore für den CSC 03.

Junge Spieler wie Maximilian Köps, David Lensch, Toni Lecke, Leonard Schilling oder Armond Fetahi können bedenkenlos eingebaut werden. Ausfälle wie die von Christian Käthner, Roy Keßebohm, Jaroslaw Matys, Florian Steinhauer und Nico Schrader konnten die Rothosen zuvor nicht so gut kompensieren wie diesmal.

SV Türkgücü: Personelle Situation entspannt sich

Im Derby erwartet der SV Türkgücü am Sonntag ab 15.30 Uhr im Nordstadtstadion die TSG Sandershausen. Den Grundstein für eine spannende Partie haben beide Teams mit Erfolgen am vergangenen Spieltag selbst gelegt.

„2:1 in Willingen zu gewinnen, schafft nicht jeder“, zollt Trainer Ralf Rößler seiner Mannschaft großen Respekt. Und weiter: „Nun gilt es im Heimspiel mit einem Erfolg nachzulegen.“

Die personelle Situation beim SVT entspannt sich unterdessen. Muhammed Gülsen ist wieder fit für 90 Minuten, Naci, Kara schafft inzwischen wieder eine ganze Stunde, und auch Hakan Demirbas ist dabei, seinen Trainingsrückstand nach einem zweimonatigen Auslandsaufenthalt aufzuholen.

Muhammed Gülsen, SV Türkgücü.

TSG Sandershausen: Personallage ist angespannt

Geschichte wiederholt sich beim Gegner der Nordstädter. „Die personelle Situation ist wie seit Wochen schon mehr als angespannt“, sagt Trainer Dennis Schanze. Und ergänzt: „Nun bekommen wir vorgeführt, wie wichtig es ist, einen doch relativ großen Kader zu haben.“

Dennis Schanze, TSG Sandershausen.

Klar ist, dass die Niestetaler trotz dieser Sorgen bisher eine optimale Punkteausbeute eingefahren haben. „Wenn wir am Sonntag mit einem Punkt rauskommen, hätten wir das Optimum herausgeholt“, hofft der Coach, den personellen Notstand im Hinterkopf, zumindest auf ein Remis. (Horst Schmidt, Wolfgang Bauscher)

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