Hessenpokal, erste Runde: Hessenligist Neuhof ist zu Gast

Fußball: Verlängerung ist in Niederaula nicht eingeplant

Beginnt sein Auslandssemester: Niederaulas Stürmer Fabian Koch, rechts, hier im Kreispokalfinale gegen Neuenstein.
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Beginnt sein Auslandssemester: Niederaulas Stürmer Fabian Koch, rechts, hier im Kreispokalfinale gegen Neuenstein.

Es ist angerichtet: In der ersten Runde des Hessenpokals am heutigen Mittwoch empfängt Fußball-Kreisoberligist SG Niederaula/Kerspenhausen den Hessenligisten SV Neuhof – Anpfiff: 18.30 Uhr.

Niederaula – Im Stadion unterhalb des Hattenbergs wird deswegen so früh begonnen, weil es dort kein Flutlicht gibt. Eine eventuelle Verlängerung oder sogar ein Elfmeterschießen würde in die Dunkelheit des Abends fallen – die Sonne geht bereits um 20.22 Uhr unter.

Thomas Rohrbach wollte sich gestern noch mit dem Neuhofer Abteilungsleiter in Verbindung setzen, um unter Umständen schon nach der normalen Spielzeit ein Elfmeterschießen anzuberaumen, sollten die 90 Minuten mit einem Remis enden. Das überragende 8:1 im Kreispokafinale gegen Neuenstein ist längst vergessen – von einem solchen Resultat träumt in Niederaula spätestens nach der 0:1-Niederlage gegen Weiterode keiner mehr.

Der Gast aus dem Bebraer Stadtteil führte früh – und mauerte dann erfolgreich. Wobei Niederaula seine Stärken im Kurzpassspiel zu wenig ausspielte. „Wir können da mehr“, sagte Frank Ullrich. Niederaulas Trainer konnte am Sonntag bereits auf die Zugänge Tom und Dennis Pierce sowie auf Niklas Wirth – alle drei kamen in der vergangenen Woche von Wildeck – zurückgreifen. Die Pierce-Brüder wurden am Sonntag eingewechselt. Sie können gerade auf der Außenbahn ins Konzept der Niederaulaer passen, obwohl sie nur wenige Akzente setzen konnten.

Aller Voraussicht nach muss Ullrich am Mittwoch auf Bekim Mustafi und Max Schäfer verzichten, die beide angeschlagen sind. Fabian Koch ist zum Auslandssemester in die Niederlande gefahren und wird aller Voraussicht nach fehlen.

Hessenligist Neuhof nimmt die Aufgabe in Niederaula sehr ernst. „Sie ist ähnlich schwer wie die in Sickels. Ein Kreisoberligist, der Gruppenliga-Format hat“, sagt Trainer Alex Bär, und weiß, dass der Vergleich alles andere als leicht wird, „wir müssen voll konzentriert rangehen“. Der Neuhofer Trainer hat großen Respekt. Der Gegner habe „Riesen-Qualität, eine sehr robuste Mannschaft. Sehr gut organisiert und besser, als es die Klasse aussagt“.

Neuhof seinerseits machte mit dem 2:2 beim KSV Baunatal große Fortschritt in seiner Entwicklung – zweimal hat das Team ausgeglichen. Man habe das über 90 Minuten gut gemacht, auch in Unterzahl, fügt Bär hinzu, „eine schöne Geschichte für die Moral, wenn man sich so wehrt.“ Doch der Trainer gibt das Ziel aus: „Wir fahren nach Niederaula, um weiterzukommen. Ich werde allein wegen der Belastung etwas durchrotieren.“ Am Samstag haben die Neuhofer das nächste schwere Spiel vor der Brust – das Derby gegen Hünfeld auf eigenem Platz. Dann soll auch der erste Saisonsieg in der Liga her.

Was die Personalie Radek Görner betrifft, bemerkt Bär nur: „Ich habe noch nichts veranlasst bezüglich einer Spielberechtigung. Radek ist im Moment verletzt und hat sich eine Zerrung zugezogen.“ Bis Ende August müsse sich der Spieler entscheiden, was er macht. Die Tage werden weniger.

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