TG Münden 37:36 in Halle – Reiser und Hummel drehen hart umkämpfte Partie

Verrückte letzte Sekunden

Zog auch in Halle die Fäden: Till Riehn, hier gegen die SVH. Foto: Mai

Halle. Wenn auch knapp und etwas glücklich bewahrte Handball-Drittligist TG Münden mit dem 37:36 (20:20)-Erfolg beim HC Einheit Halle seine blütenweiße Punkteweste.

„Alle Hochachtung vor dieser Mannschaft. Halle hat auf einem super Niveau gespielt und wir haben dagegen gehalten“, war Peter Rommel voll des Lobes über den Einsatzwillen und die Moral „seiner Jungs“. Dass beim Siegtreffer von Martin Hummel auch ein wenig Glück, eben das Glück des Tüchtigen, im Spiel war, nahm der Mündener Coach gern billigend in Kauf. Sein Gegenüber, Dimitri Radkevich, dagegen war untröstlich: „Das war ein bisschen Pech“, musste aber auch zugeben, „uns hat in der Schlussphase auch ein wenig die Cleverness gefehlt.“

Eigentlich hatte man sich eine halbe Minute vor dem Schlusspfiff schon auf ein Remis eingerichtet, Matthias Reiser hatte 40 Sekunden vor Schluss von der Rechtsaußenposition den 36:36-Ausgleich erzielt, als den Gastgeber Schrittfehler unterliefen und die TG somit noch einmal, etwas unverhofft, in Ballbesitz kam. Eine Chance, die sich Martin Hummel, der Toptorjäger der Liga, nicht entgehen ließ und seiner Mannschaft die zwei Punkte sicherte. Zwei Punkte, die der TG den zweiten Platz einbrachten, da Gensungen in Köthen einen Punkt liegen ließ, Leipzig dagegen aber in Gelnhausen ebenfalls knapp gewann.

„Dieses Spiel war das bisher wichtigste in dieser Saison. Die Mannschaft hat immer an ihre Chance geglaubt und in den Schlussminuten die Partie noch gedreht. Solche Siege sind für das Selbstvertrauen wichtiger, als wenn du mit acht, neun oder zehn Toren gewinnst. Die sind gut für die Moral und tun dem Gegner besonders weh“, maß Peter Rommel diesem Sieg eine besondere Bedeutung bei.

Dass die TG in Halle äußerst effektiv und diszipliniert auftrat belegt auch die Statistik. Zwar gab es 14 technische Fehler, ein durchschnittlicher Wert, doch die Angriffseffektivität war überragend. „37 von 52 Torwurfversuchen (knapp 72 Prozent), das ist ein Spitzenwert“, befand auch Statistiker Heiko Motz, der dagegen die Abwehrleistung als weniger „prall“, die der Torleute ebenfalls als durchschnittlich, einstufte. „Die TG ist deutlich stärker als in der vergangenen Saison. Wir dagegen müssen noch wachsen. Immerhin, wir haben dagegen gehalten, 60 Minuten gekämpft. Diese Niederlage ist schon bitter, es war mehr möglich für uns“, lobte Radkevich seine Mannschaft, zollte aber auch dem Gast Respekt.

Auch wenn am Samstag in Sachsen-Anhalt alle angeschlagenen Spieler der TG aufliefen, die medizinische Abteilung der Mündener ist nicht arbeitslos. Martin Hummel, Christan Grambow und Dominic Leinhart müssen auch in dieser Woche medizinisch betreut werden, wollen sie denn am kommenden Samstag gegen die TSG Nieder-Roden mithelfen. (zai) Fotos: mbr/Mai

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