Training in der renovierten Geistalhalle

Handballerinnen des TV Hersfeld sind in der Saisonvorbereitung

Kreuzen, Passspiel, Torwurf – das steht derzeit bei den Trainingseinheiten der Hersfelder Handballerinnen in der Geistalhalle auf dem Programm.
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Zum Abschluss kommen: Kreuzen, Passspiel, Torwurf – das steht derzeit bei den Trainingseinheiten der Hersfelder Handballerinnen in der Geistalhalle auf dem Programm. Fahrradreifen vor dem Siebenmeterraum sollen die Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft simulieren.

Das Quietschen der Schuhe auf dem Hallenboden, ein motivierendes „Auf geht’s, hopp!“ oder das unverkennbare Scheppern, wenn der Ball mit Wucht die Latte oder den Pfosten trifft: Selbst mit geschlossenen Augen ist nicht schwer zu erkennen, dass der Handball zurück in der Geistalhalle ist.

Bad Hersfeld - Was monatelang nicht möglich war, ist für die Landesliga-Frauen des TV Hersfeld wieder Normalität. Aktuell stecken sie in den Vorbereitungen für die neue Serie, auch wenn bis zum Start noch eine ganze Weile vergeht.

Am 30. Oktober geht es mit dem Derby in Rotenburg los - eines von nur acht Spielen, wie Trainerin Sabine Teichmann erzählt. Dass in diesem Jahr nur fünf Mannschaften in einer Gruppe spielen, stimmt sie nicht gerade froh: Wenig Spielpraxis und lange Pausen sind nicht förderlich, wenn es um den Spielrhythmus geht. Dennoch wollen die Hersfelderinnen das Beste aus der neuen Serie machen und sind glücklich, seit Ende Juni zurück in der Halle zu sein.

Zwei- bis dreimal wöchentlich treffen sie sich zum Training und Teichmann ist mit der Vorbereitung bisher absolut zufrieden. Ihre Mädels seien hoch motiviert und voller Freude zum Trainingsauftakt erschienen und auch in puncto Fitness war von Anfang an alles okay.

Der Kader des TVH ist zusammengeblieben, auch Torfrau Iris Otterbein ist mit dabei. Ein wenig überraschend, hatte die 51-Jährige doch zuletzt ihren Abschied eigentlich beschlossen und verkündet. „Iris war dann aber die Erste, die zurückkam und meinte, ihr sei zu langweilig, sie spiele weiter“, verrät die Trainerin und lacht. Und auch bei ihr selbst verschwand rasch der temporäre Zweifel, ob sie nach der langen Pause weitermacht.

Hängt noch eine Saison dran: Iris Otterbein, die routinierte Torhüterin des TV Hersfeld.

Mit Trainingsplan gewappnet steht sie an diesem Abend wie gewohnt in der Halle und sagt die verschiedenen Übungen an. Aufwärmen, Wurftraining, Kräftigung, spielerische Elemente - Teichmann setzt gern auf das „volle Programm“. Zudem wird der Fokus momentan besonders auf den Defensivbereich gelegt. „Wir intensivieren unsere Abwehrarbeit“, erklärt sie. „Die hat in diesem Jahr oberste Priorität.“

Freuen sich auf die nächste Saison: Die Handballerinnen des TV Hersfeld vor dem Training.

Bei den Spielerinnen sind spätestens in Trinkpause Nummer zwei leicht gerötete Wangen und feine Schweißperlen auf der Stirn zu sehen. Kurz hinsetzen und verschnaufen? Das ist keine Option! Eine selbst erteilte Regel, bei deren Verstoß ein Euro in die Mannschaftskasse geht. Nicht nur in den Trinkpausen ist zu spüren, dass die Chemie im Team wie schon in der Vergangenheit stimmt. Daher freuen sich Trainerin und Spielerinnen auf das, was in den kommenden Wochen vor ihnen liegt.

Im September stehen zwei Vorbereitungsturniere auf dem Plan, außerdem ein paar Aktivitäten mit dem Team - und dann dauert es auch gar nicht mehr so lange, bis es endlich wieder um Punkte geht.

Von Kristina Marth

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