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VfL erkämpft Remis in Unterzahl

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Kampf um den Ball: Alessandro Vizza vom VfL Kassel (links) versucht, sich im Zweikampfduell gegen Türkgücüs Vigan Gjoci zu behaupten.
Kampf um den Ball: Alessandro Vizza vom VfL Kassel (links) versucht, sich im Zweikampfduell gegen Türkgücüs Vigan Gjoci zu behaupten. © Dieter Schachtschneider

Das Stadtderby zwischen dem VfL Kassel und dem SV Türkgücü endete torlos. Aufreger gab es dennoch genug.

Kassel – Das Kasseler Stadtderby zwischen Gastgeber VfL Kassel und dem SV Türkgücü in der Fußball-Gruppenliga endete am Sonntag torlos. Beide Mannschaften konnten ihre Tabellensituation damit nicht verbessern. Der VfL steht im unteren Mittelfeld, die Gäste bekleiden weiterhin einen Abstiegsplatz.

Die Partie begann mit einem echten Paukenschlag: Nach einem Angriff von Türkgücü hielt VfL-Torwart Jannis Bämpfer den Ball mit beiden Händen fest, Memduh Eryilmaz ging vehement nach. Dies verärgerte Bämpfer so sehr, dass er den Offensivspieler der Gäste schlug und folgerichtig von Schiedsrichter Roman Steinbrecher des Feldes verwiesen wurde (6.). Damit Ersatzkeeper Christoph Bindbeutel nach mehrminütiger Unterbrechung seinen Platz einnehmen konnte, musste Mittelfeldakteur Robin Haase vom Feld. „Mit der Roten Karte haben wir uns natürlich von Anfang an geschwächt“, ärgerte sich Mario Schneider, Trainer der Hausherren.

Auf der Gegenseite sah Trainer Süleyman Razeq die Überzahl seiner Mannschaft „vielleicht sogar als Nachteil“. Die auf den Schlag folgende Rudelbildung war schnell aufgelöst, insgesamt blieb die Atmosphäre im ersten Durchgang aber hitzig. Die Spieler beider Teams waren viel mit Protesten beschäftigt, spielerische Höhepunkte blieben weitestgehend aus.

Türkgücü war zwar anfangs überlegen, kam gegen tiefstehende Gastgeber allerdings kaum zu Abschlüssen. „Der Gegner hat uns das Leben heute sehr schwer gemacht. Sie waren sehr lauffreudig und wir haben uns an ihnen die Zähne ausgebissen“, fand auch Razeq.

Bis auf eine Gelegenheit von Eryilmaz (15.) und eine Einzelaktion von Oezguer (25.) brachten die Angriffsbemühungen der Gäste wenig Ertrag. In der Folge gestaltete sich das Spiel ausgeglichener und der VfL kam durch Hakim Melzer (26.) und Jonathan Mogck (40.) zu eigenen Torchancen. Die Stimmung kochte immer wieder hoch. Eryilmaz musste nach einem Foul gegen ihn von mehreren Mitspielern davor zurückgehalten werden, auf Melzer loszugehen (36.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein höhepunktarmes Aufeinandertreffen, die Auswechslungen auf beiden Seiten änderten daran nichts mehr. Die hitzige Atmosphäre aus der ersten Halbzeit verflachte , am Ende stand ein leistungsgerechtes 0:0. „Dafür, dass wir in Unterzahl gespielt haben, muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben taktisch gut verschoben, hatten eine große Kampf- und Laufbereitschaft. Ich bin sehr zufrieden mit dem Punktgewinn“, lobte Schneider seine Schützlinge nach Abpfiff. Razeq sah das Endresultat hingegen mit gemischten Gefühlen: „Für uns wäre heute mehr drin gewesen. Aber in unserer aktuellen Situation ist ein Punkt besser als keiner.“ (Von Arvid Schöne)

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