1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Auferstehung einer Handballfestung: VfL Wanfried schlägt Dittershausen 26:25

Erstellt:

Von: Marvin Heinz

Kommentare

Herausragende Moral mit seinem Team bewiesen: VfL-Führungsspieler Johannes Susebach.
Herausragende Moral mit seinem Team bewiesen: VfL-Führungsspieler Johannes Susebach. © Marvin Heinz

Das war ein Ausrufezeichen. Mit dem puren Willen drehte der VfL Wanfried in den Schlussminute das fast schon verlorene Landesliga-Handballspiel gegen die TSG Dittershausen.

Wanfried – Der VfL steht nun nach dem dritten Sieg im dritten Spiel auf dem zweiten Tabellenplatz. „Der heutige Sieg hat unsere Halle hoffentlich wieder zu einer Wanfried-Handballfestung gemacht“, sagte Trainer Stefan Schröder.

Er stand nach dem 26:25-Heimsieg rund zwei Meter entfernt von der Jubeltraube seines Teams entfernt. Mit Abstand auf seine Schützlinge musste er erstmal tief durchatmen.

Zu aufreibend, zu hitzig, zu spannend und zu ruppig waren die letzten zwölf Minuten in der Wanfrieder Sporthalle. 13-mal sprach das Schiedsrichter-Duo eine Zwei-Minute-Strafe aus, drei Feldspieler mussten vorzeitig das Feld verlassen.

VfL Wanfried mit herausragender Aufholjagd

Schröders Farben lagen in Spielminute 54 (22:25) mit drei Toren zurück. Die Gäste aus dem Ortsteil von Fuldabrück sahen wie der sichere Sieger und hatten vor allem dank ihres stark aufgelegten Schlussmanns Jannik Lengemann die Nase vorn.

„Wir haben nicht präzise genug geworfen“, ärgerte sich Schröder im WR-Gespräch. Bereits in der Anfangsphase der Partie bemängelte Schröder die „fehlende letzte Konsequenz“ im Abschluss. Dreimal Pfosten, einmal Latte hatten die Hausherren nach der ersten Hälfte auf der Habenseite.

„Wir hätten gut und gerne mit fünf Treffern führen können. Uns fehlte die Konsequenz in der Nahwurfzone“, monierte Schröder, dessen Team zu Beginn der zweiten Hälfte den Rhythmus verloren hat und „zu viele einfache Treffer“ kassierte.

Den Glauben an den Sieg haben die Brombeermänner zu keiner Zeit verloren. Im Gegenteil. Als Rechtsaußen Florian Bley seine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, schüttelte Milos Milosavljevic seine Gegenspieler ab und verkürzte aus einer fast ausweglosen Situation auf 24:25 (55.).

Stephan Harseim hält die zwei Punkte fest

Der Ball wanderte im nächsten VfL-Angriff über die Stationen, Ditterhausen machte die Räume eng, der Schiedsrichter zeigte Zeitspiel an und Milos Milosavljevic suchte den Kontakt zu seinem Gegenspieler.

Mit einer ansatzlosen Drehung nach rechts verschaffte er sich Freiraum und schloss mit einer kurzen aber kraftvollen Wurfbewegung ab. Dittershausen-Schlussmann Lengemann konnte kaum reagieren und holte wutentbrannt den Ball aus dem Tor, 25:25 (58.).

Wanfried hatte in Folge eines Ballgewinns von Antreiber Johannes Susebach die Chance auf den Führungstreffer. Dittershausen foulte und Susebach übernahm höchstpersönlich zum sechsten Mal Verantwortung. Sein sechster Siebenmeter zappelte im Netz, 26:25.

„Nervenstark“, fand Schröder, der noch zittern musste. Dittershausen hatte noch 38 Sekunden, aber Rückraumspieler Moritz Gerlach fand vom Siebenmeterpunk seinen Meister in VfL-Torhüter Stephan Harseim und die Großsporthalle verdiente sich das Prädikat Handballfestung. (Marvin Heinz)

VfL Wanfried - TSG Dittershausen 26:25 (11:10)

Wanfried: Degenhardt, Harseim - Milosavljevic 8, Küstner 1, Susebach 8/6, Rimbach, Bley 4, Petkovic, Hunstock, Nemenco 4, Dietzel, Stingel, Malcherek 1.

Dittershausen: Glöckner, Lengemann – Gerlach 8/1, Jentzsch 4, Braun 3, Stein, Bachmann 1, Kessler 3, Poppenhäger 2, Siebert 1, Appel 1, Koch, Benedix 2.

Zuschauer: 200.

Schiedsrichter: Heinzel/Wieprecht.

Spielfilm: 3:2 (3.), 5:5 (12.), 9:10 (24.) – 12:13 (35.), 14:13 (39.), 16:19 (47.), 22:25 (54.). 

Auch interessant

Kommentare