Deutlicher 28:19-Heimsieg

Nächster Sieg in der Handball-Landesliga: Wanfried weist Hersfeld in Schranken

Nur schwer zu stoppen: Hier kann Paul Nemenco vom VfL Wanfried (Mitte) nur unfair vom Hersfelder Hristijan Remenski am Torabschluss gehindert werden.
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Nur schwer zu stoppen: Hier kann Paul Nemenco vom VfL Wanfried (Mitte) nur unfair vom Hersfelder Hristijan Remenski am Torabschluss gehindert werden.

Der VfL Wanfried hat das nächste Spiel in der Handball-Landesliga gewonnen. Dem TV Hersfeld ließ man im Heimspiel am Samstagabend keine Chance.

Wanfried – Gästetrainer Christian Weiß wusste es schon vorher: „Die Kaderbreite ist derzeit zu dünn und dann wird es natürlich schwer, in Wanfried zu punkten.“ Und das Unglück der Gäste sollte sich wirklich fortsetzen: Lukas Berger stand zwar im Kader, konnte aber grippegeschwächt nicht eingesetzt werden.

Für Jonathan Kromm war die Partie bereits nach 32 Sekunden beendet, ihm sprang beim ersten Gästeangriff die Kniescheibe heraus. So blieb Weiß nur noch eine Wechselmöglichkeit, zu wenig, um den Wanfriedern energisch Widerstand bieten zu können.

„Nur“ 2:1 nach neun Spielminuten

Vor allem Torwart Stephan Harseim zog den Gästen von Beginn an den Zahn, vernagelte seinen Kasten so, dass nach neun gespielten Minuten der im Handball eher ungewöhnliche Spielstand von „nur“ 2:1 von der Anzeigetafel leuchtete.
Zu wenig für Wanfrieds Trainer Stefan Schröder, der bis dahin mit ansehen musste, wie die Seinen sich im Angriff im Auslassen bester Torchancen gegenseitig überboten und den Gegner damit weiterhin im Spiel hielten.

Erst nach der Auszeit ging ein Ruck durch das Team des VfL. Fortan wurde konzentrierter vor dem gegnerischen Tor agiert und hätte nicht der vorzügliche Niklas Kürten im Tor der Gäste weiterhin auf hohem Niveau agiert, die Gäste hätten höher in Rückstand geraten können, zumal sie in der Offensive so gut wie keine Lösungen zum erfolgreichen Abschluss fanden.

Über 8:2 (19.) wurde der Vorsprung bis zum Pausentee ohne größere Probleme auf 14:6 ausgedehnt.

VfL-Coach Schröder gab den jungen Spielern Spielzeit

Die Prognose des gesperrten Spielmachers Johannes Susebach kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit: „Eigentlich müssten wir das Spiel mit 15 Toren Unterschied gewinnen“, sollte sich jedoch nicht bewahrheiten. Ein Grund dafür war die Tatsache, das VfL-Trainer Schröder kräftig durchwechselte, um den „jungen Wilden“ um David Malcherek, Niclas Keller, Kevin Gücking und Nils Müller entsprechende Spielanteile zu verschaffen, für die sich die Youngster mit ordentlichen Leistungen bedankten.

Vor allem Keller überzeugte auf Linksaußen, erzielte zwei blitzsaubere Tore und deutete sein Potenzial an. Ein weiterer Grund dafür, dass es nicht gelingen sollte, den Vorsprung kontinuierlich auszubauen, war die nachlässige Abwehrarbeit der Gastgeber.

Schröder: „Sind wieder im Rennen um Platz drei“

So konnten die fairen und niemals aufsteckenden Hersfelder, die übrigens fast die kompletten 60 Minuten mit dem gleichen Team auf dem Parkett standen, zu oft leichte Gegentreffer gegen einen guten Stephan Harseim erzielen, der zu oft von seinen Vorderleuten allein gelassen wurde.

Der hochverdiente Sieg geriet aber zu keiner Phase mehr in Gefahr. So schaukelten die Hausherren den Erfolg souverän und routiniert ins Ziel, ohne ihr gesamtes Leistungspotenzial abrufen zu müssen. „Wir sind wieder im Rennen um Platz drei und haben dem Druck standgehalten“, so das zufriedene Fazit von VfL-Trainer Stefan Schröder, während sein Gegenüber nach der vierten Niederlage im fünften Serienspiel bereits jetzt für die Abstiegsrunde planen kann. (Stefan Konklowsky)

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