Brady hat verlängert

Viel Bewegung bei den Stars: Das tut sich bei den NFL-Quarterbacks

Tom Brady.
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Verzichtet auf Geld: Tom Brady.

Überraschend kam es nicht mehr, aber nun steht es auch fest: Quarterback-Legende Drew Brees hat seine American-Football-Karriere beendet.

Seine Nachfolge bei den New Orleans Saints wird intern geregelt: Brees Vertreter zuletzt – Jameis Winston – hat einen neuen Vertrag über ein Jahr bekommen. Auch sonst tut sich einiges auf dem Spielmacher-Markt der National Football League (NFL) in den USA. Ein Überblick:

Tom Brady

Der siebenfache NFL-Champion kriegt nicht genug: Tom Brady hat bei den Tampa Bay Buccaneers einen neuen Vertrag unterschrieben – und das, obwohl sein alter Kontrakt noch gar nicht ausgelaufen war. Der Trick: Dank komplizierter Details wird Bradys Gehalt so aufgeteilt, dass die Bucs für die nächste Saison mehr Geld übrig haben und die Gehaltsobergrenze nicht sprengen. So soll das Meisterteam zusammen bleiben. Auch Bradys Kumpel Rob Gronkowski hat schon verlängert.

Patrick Mahomes

Bradys Gegner im Super Bowl 2021 war Patrick Mahomes mit seinen Kansas City Chiefs. Der 25-Jährige hatte erst im vergangenen Jahr einen Vertrag über zehn Jahre und insgesamt 423 Millionen Euro in Missouri unterschrieben. Dieser wurde nun ebenfalls umstrukturiert, damit die Chiefs mehr Spielraum für Neuinvestitionen haben.

Russell Wilson

Er gehört seit Jahren zu den besten NFL-Quarterbacks, verzweifelte aber nicht erst in der abgelaufenen Saison hinter seinen schwachen Vorderleuten. Russell Wilson forderte zuletzt öffentlich Verstärkung, hat deshalb Ärger mit seinen Seattle Seahawks. Es scheint nicht undenkbar, dass sich die Wege noch trennen. Interessenten gibt es reichlich.

Dak Prescott

Die Dallas Cowboys setzen alles auf eine Karte – und gehen dabei ein Risiko ein. Die Cowboys haben den Vertrag ihres Quarterbacks Dak Prescott um vier Jahre verlängert. Der neue Kontrakt bringt dem 27-Jährigen 138 Millionen Euro ein, wovon 106 Millionen garantiert sind. Riskant ist der Deal deswegen, weil Prescott sich in der vergangenen Saison einen komplizierten Bruch des Sprunggelenks zugezogen hatte. Er soll aber wieder vollständig fit werden.

Carson Wentz

Auch beim Divisions-Gegner der Cowboys, den Philadelphia Eagles, hat sich etwas getan. Bereits während der vergangenen Saison wurde der einstige Hoffnungsträger Carson Wentz auf die Bank gesetzt und vom jungen Jalen Hurts ersetzt. Nun hat Wentz die Stadt der brüderlichen Liebe verlassen und sich den Indianapolis Colts angeschlossen, die einen Nachfolger für Philip Rivers gesucht hatten, der seine Karriere beendet hat. Der 28 Jahre alte Wentz war 2016 der zweite Pick insgesamt des Drafts, unterschrieb 2019 einen Fünfjahresvertrag, der ihm 91 Millionen Euro garantierte. Nach mehreren Verletzungen fand Wentz aber nicht mehr zu seiner alten Form und versucht sein Glück nun bei den Colts. Die Eagles bekommen für ihn einen Zweit- und einen Drittrundenpick in der Talentauswahl.

Cam Newton

Cam Newton war Bradys Nachfolger bei den New England Patriots und darf trotz enttäuschender Saison bleiben. Keine ganz große Überraschung, schließlich war er der Quarterback mit den meisten selbstgelaufenen Yards der Liga. Zudem bekommt er mit umgerechnet 2,9 Millionen Euro ein vergleichsweise geringes Grundgehalt. Die Patriots haben derweil ordentlich aufgerüstet – ein neuer Quarterback steht aber auch noch auf der Liste.

Deshaun Watson

Viele Experten glauben, dass Watson in Zukunft einen Super Bowl gewinnen wird, wenn er die Houston Texans verlässt. Und Watson will weg – das ist kein Wunder, schließlich haben sich die Texans dank zahlreicher fragwürdiger Transfers zu einem krassen Außenseiter entwickelt. Wie bei Wilson gibt es auch für Watson viele Interessenten. Aber wer kann ihn bezahlen?

Ryan Fitzpatrick

Ryan Fitzpatrick – auch Fitzmagic genannt, weil sich bei ihm geniale Momente mit haarsträubenden Fehlern abwechseln – hat mal wieder ein neues Team gefunden. Es ist bereits sein neuntes in der NFL. Nach zwei Jahren bei den Miami Dolphins wechselt der 38-Jährige für ein Jahr und mehr als acht Millionen Euro in die Hauptstadt zum Washington Football Team. (Maximilian Bülau und Björn Friedrichs)

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