Fußball-Gruppenliga: Beim 2:2 gegen Steinhaus zeigt der SVR zwei Gesichter

Viel Licht und Schatten

Den Ball fest im Blick: Der Rotenburger Stürmer und zweifache Torschütze Jan Holzhauer auf dem Weg zum Steinhauser Tor. Foto: Jähde

Rotenburg. Die Fußballer des SV Rotenburg wussten nicht, ob sie nun enttäuscht oder froh über das Ergebnis sein sollten. Denn das 2:2 (0:1) gegen den SV Steinhaus hatte Grund genug für beides geboten. Auf der einen Seite stand eine engagierte Reaktion nach dem 0:1, die den ersten Punkt nach sieben Niederlagen brachte - wohlgemerkt gegen den Siebten der Gruppenliga. Hierzu im Gegensatz standen eine Ampelkarte wegen Meckerns, ein unnötiger Elfmeter sowie Abstimmungsprobleme in der Defensive.

Letztere machten sich schon zu Beginn des Spiels bemerkbar. Bereits in der dritten und siebten Minute kamen die Gäste dem Tor von SVR-Keeper Nils Strüber gefährlich nahe. Nachdem er hier noch Schlimmeres vereiteln konnte, war er in der 28. Minute nach einem Fauxpas seiner Abwehr ohne Chance.

Kaum im Strafraum

Auch nach dem Gegentor gelang es den Rotenburgern kaum, das Spielgerät in den gegnerischen Strafraum zu bringen. In der ereignisarmen ersten Halbzeit war es dann symptomatisch, dass die beste Chance der Rotenburger eine missglückte Steinhauser Abwehr aufs eigene Tor war (38.).

Erst in der zweiten Hälfte gelang es, solche Gefahr auch selbst im gegnerischen Strafraum zu erzeugen. Gleich den ersten Angriff in Hälfte zwei schloss Jan Holzhauer mit einem schönen Schuss ins linke Eck zum Ausgleich ab.

Beflügelt durch den Treffer, kam nun die Rotenburger Offensive auf Touren. Nachdem Gerlach und Schneider nach schönen Komibinationen noch vergeben hatten, war es dann wieder Jan Holzhauer, der einen weiteren ansehnlichen Angriff erfolgreich beendete. In der 55. Minute verwertete er eine Flanke per Kopf zur 2:1-Führung. Doch der Höhepunkt der Rotenburger Drangphase bedeutete auch deren Ende. Von nun an investierten die Gäste wieder mehr ins Spielgeschehen. Hatten die Rotenburger bei einem verschossenen Elfmeter (70.) nach einer Notbremse noch Glück gehabt, so war das 2:2 durch Krieger aufgrund eines Abwehrfehlers der Rotenburger nicht zu verhindern (75.).

„In den letzten zehn Minuten haben wir dann Glück gehabt“, beschrieb Andreas Rygula die Schlussphase, in der die Gäste noch einige Chancen verbuchen konnten. Über die gesamte Länge der Partie sah der neue Rotenburger Coach sein Team „auf Augenhöhe mit dem fünftbesten der Auswärtstabelle“. Zwar müsse man an vielem arbeiten“, überzeugt sei er aber „von dem Willen und Engagement der Mannschaft“.

SVR: Strüber - Richter, Mlodawski, Gerlach, Salzmann, Wenderoth, Riemer, Haustein, Holzhauer, Köberich, Schneider

Tore: 0:1 Firle (28.), 1:1, 1:2 Holzhauer (46., 55.)

SR: Keller (Harbach); Z: 100

Gelb-Rot: Gerlach (82.)

Von Moritz Jähde

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