Handballerinnen der Baunataler Eintracht nach 29:21 gegen Idstein im Mittelfeld

Viel Schwung durch Giese

Mit Schwung: Die Baunatalerin Katrin Hammerschmidt (rechts) setzt sich gegen Idsteins Monika Berger in Szene. Foto:  Schoelzchen

Baunatal. Gute Perspektiven für die Handballerinnen des GSV Eintracht Baunatal. Nachdem der Aufsteiger seine ersten drei Begegnungen in der Oberliga verloren hatte, landete die Mannschaft von Trainerin Anja Sonneborn mit dem überlegenen 29:21 (15:11) in eigener Halle gegen den TV Idstein bereits den dritten Sieg in Folge und rückte ins Mittelfeld auf.

In Schwierigkeiten geriet die Eintracht nur vor der Pause. 20 Minuten lang stand die Partie auf Messers Schneide, weil die Gäste mit ihren wurfstarken Rückraum-Assen immer wieder erfolgreich abschlossen. Auch Idsteins Kreisläuferin Daniela Bitiko konnte von der Baunataler Deckung nur selten gehalten werden. Wenn doch, geschah es zumeist mit unfairen Mitteln.

Allmählich aber stabilisierte sich die Abwehr der Gastgeberinnen, und fortan gab es kaum mehr ein Durchkommen. Über gelungene Kombinationen und beherzte Tempogegenstöße durch Carina Friedrich und Katrin Hammerschmidt setzte sich die Eintracht noch vor der Pause ab.

Trotzdem gab sich Anja Sonneborn bis dahin noch nicht zufrieden. „Wir hatten bei schlechtem Tempo zu wenige dynamische Aktionen und sind nicht in die Eins-zu-eins-Situationen gegangen“, kritisierte die Trainerin und schickte nach der Pause Linda Giese aufs Feld. Mit ihr auf der zentralen Position im Rückraum nahm der GSV nach einer kurzen, unbeschadet überstandenen Flaute noch mehr Fahrt auf. Ein Tor von Jana Hempel vom Kreis, ein Konter durch Carina Friedrich und ein Solo von Linda Giese – plötzlich führte die Eintracht mit 18:12 und gewann zusehends an Souveränität.

Daran änderte auch die Disqualifikation von Katja Gerbig (43.) nichts. Sie hatte die durchgebrochene Daniela Bitiko bei deren Wurf mit der Schulter gefoult.

Erst in den letzten zehn Minuten schlichen sich bei der zuvor hoch konzentrierten Eintracht Nachlässigkeiten ein. Ins Gewicht fielen sie angesichts der klaren Führung und der Resignation der zermürbten Gäste kaum. Besonders erfreulich und nebenbei bezeichnend für die Tatsache, dass sich die Lasten beim GSV auf viele Schultern verteilen: Alle Feldspielerinnen trafen, auch die in den Schlussminuten eingesetzte Lena Höhne, frühere Kantwill, im ersten Spiel nach ihrer Rückkehr. • Baunatal: Hans (1. - 53.), Köhler (53. - 60.), Friedrich 6, Hempel 4, Mell 2/2, Hahn 1, Höhne 1, Stock 1, Sischka 2, Gerbig 2, Panhans 3/2, Hammerschmidt 4, Giese 3, Umbach (n.e.).

Von Wolfgang Bauscher

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