Vor Ort: Hessenmeisterschaft im Futsal in der Aueparkhalle – C-Junioren des KSV Baunatal auf Rang vier

Viel Spaß und keine Verletzten

Dribbling: Der Baunataler Julian Beringer-Bosshammer bleibt am Ball. Im Hintergrund beobachtet Ogechika Heil die Szene. Fotos: Koch

Kassel. Dass es beim Futsal in erster Linie um Spaß geht, wird schon beim Warmschießen der C-Junioren des KSV Baunatal deutlich. Auch die zahlreichen Zuschauer wirken, zumindest zunächst, deutlich entspannter und heiterer, als es bei einem normalen Ligaspiel der Fall ist.

Auf dem Platz jedoch geht es dann hektisch und schnell zur Sache. Aber: „Beim Futsal ist die Verletzungsgefahr deutlich geringer als beim normalen Hallenfußball. Ab der C-Jugend ist die Verletzungsgefahr bei üblichen Hallenfußballturnieren viel zu groß“, sagt Baunatals Trainer Dirk Bindbeutel, der eigentlich Trainer des älteren C-Junioren-Jahrgangs ist, aber heute Udo Koch vertritt.

„Es gibt keine Banden, an denen man sich verletzen kann, und zudem ist der Ball für hohe Flanken nicht geeignet, wodurch Luftduelle mit gefährlichem Spiel vermieden werden“, sagt Bindbeutel.

Mit dem speziellen Ball, der beim Futsal zum Einsatz kommt, kann sich auch Ogechika Heil anfreunden: ,,Ich finde gut, dass der Ball kleiner als ein normaler Fußball ist. Schließlich sind ja auch die Tore kleiner.“

Speziell vorbereitet haben sich die Baunataler nicht auf diese Hessenmeisterschaft in der Kasseler Aueparkhalle. Der Fokus liege auf der Restsaison auf dem Rasen.

„Futsal dient wirklich nur zum Überbrücken der Winterpause, aber natürlich macht es den Jungs auch Spaß. Außerdem sieht man, welche Spieler wirklich technisch versiert sind“, sagt Trainer Dirk Bindbeutel.

Gleich das erste Spiel des Turniers hat einiges an Spannung zu bieten. Nach einer umkämpften Partie steht es am Ende dank eines Treffers, den Julian Beringer-Bosshammer kurz vor Schluss erzielt, 1:0 für die Baunataler. Gegen Fulda (1:4) und Ober-Roden (0:1) läuft es dann nicht so rund. „In den Spielen hatten wir keine Grundordnung und haben zu offensiv agiert“, sagt Bindbeutel.

Mit dem Erfolg über die Usinger TSG (3:1) und dem Sieg gegen den späteren Gewinner Wehen Wiesbaden (2:1) beenden seine Spieler das Turnier dann aber doch noch erfolgreich.

Zumal die Baunataler die einzige Mannschaft sind, die komplett nur aus jüngeren Spielern besteht, die im Jahr 2000 geboren wurden. Deshalb stört auch der vierte Platz (von sechs Mannschaften) am Ende nur wenig.

Genauso spannend, wie das Turnier angefangen hat, endet es dann auch. Im Spiel zwischen der TS Ober-Roden und der Usinger TSG verwandeln die Ober-Rodener in den letzten vier Minuten einen 0:3- Rückstand in einen 4:3-Sieg und sichern sich somit den zweiten Platz.

Die Siegerehrung übernimmt dann Verbandsjugendwart Carsten Well, der sich bei allen Mannschaften für das faire Turnier bedankt. Tatsächlich gab es in den 15 Begegnungen nur einen Strafstoß und auch keine ernsthaften Verletzungen.

Von Philipp Wegner

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