25:39 - Harleshausen steht mit dem letzten Aufgebot gegen Gensungen/Felsberg auf verlorenem Posten

Zu viele Nackenschläge für SVH

Endstation: SVH-Kreisläufer Daniel Botte wird von den Gensungern Alex Bärthel (links) und Carsten Göbel gestoppt. Foto: Schölzchen

KASSEL. Ein wenig leidtun konnten sie einem schon, die Handballer der SVH Kassel. Nicht allein wegen ihrer 25:39 (9:19)-Niederlage im Drittliga-Heimspiel gegen die HSG Gensungen/Felsberg im Ausweichquartier am Auepark, sondern aufgrund der für die Höhe der Pleite zumindest mitverantwortlichen Umstände.

Denn nachdem Cristian Gherhard durch einen Kieferbruch ohnehin außer Gefecht war, erlitt im Training Igor Sharnikau eine Muskelzerrung und Christoph Reinbold eine Augenverletzung. Immerhin konnte Rico Bonath, wenn auch nach langer Erkrankung saft- und kraftlos, rund 40 Minuten lang in der Deckung eingesetzt werden.

Zu allem Übel zog sich Daniel Botte schon in der ersten Halbzeit eine Knöchelverletzung zu. Mitmischen konnte er fortan nach einem misslungenen Versuch nicht mehr, humpelte aber einmal zum Punkt, um einen Siebenmeter zu verwandeln.

„Wir arbeiten viel, die Stimmung ist gut, aber uns treffen zu viele Nackenschläge“, haderte Botte mit dem Schicksal. Ohne Rückraumspieler musste die SVH bemüht sein, den Schaden in Grenzen zu halten.

Doch schon nach kurzer Zeit wirkte die Mannschaft demoralisiert und wie ein Spielball der Gäste. „Da ist bei uns der Frust hochgekocht“, erinnerte sich Felix Geßner später an die glücklicherweise bald vorübergehende Phase.

Dennoch wurden eigene zaghafte Versuche meist zur leichten Beute der Gensunger Deckung, während die Gäste-Angreifer mit der brüchigen Harleshäuser Abwehr wenig Federlesen machten.

Erst als die HSG im zweiten Abschnitt nicht mehr mit unbedingter Hingabe verteidigte, kam die SVH ein wenig stärker auf, wobei sich vor allem Felix Geßner und Peter Köpke behaupteten.

„Positionsangriffe konnten wir ohne Rückraum nicht spielen. Immerhin haben wir später die einfachen Tore gemacht, nachdem wir zuvor die nötige Konsequenz vermissen ließen“, fasste SVH-Trainer Gordon Hauer zusammen und übte sich in Bescheidenheit: „Ergebnisunabhängig wollten wir versuchen, uns in jeder Spielsituation zu verbessern.“ Dies gelang allerdings zu selten. „Trotzdem haben wir nicht höher verloren als im Hinspiel“, merkte Hauer an, „damals sogar mit voller Kapelle.“

Derbystimmung kam in der Aueparkhalle kaum auf. Lag es an der Gensunger Übermacht? „Nein, das war heute kein richtiges Derby. Wir hätten lieber in unserer Halle gespielt“, bedauerte Daniel Botte die Verlegung.

Von Wolfgang Bauscher

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