Sportler vom Eschweger TSV in herausragender Form

Leichtathletik: Volkmar schafft Qualinormen für Deutsche Meisterschaft

Jan Volkmar vom Eschweger TSV zeigte sich beim Mehrkampfmeeting in Wiesbaden in einer bemerkenswerten Form.
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Jan Volkmar vom Eschweger TSV zeigte sich beim Mehrkampfmeeting in Wiesbaden in einer bemerkenswerten Form.

Mit fast 400 Punkten über seiner persönlichen Bestleistung dominierte Jan Volkmar vom Eschweger TSV jüngst das Mehrkampfmeeting in Wiesbaden.

Eschwege/Wiesbaden – Er beendete den Wettkampf mit einer Punktzahl von 6718 Punkten als Erstplatzierter. Damit übertraf Jan Volkmar die Qualifikationspunktzahl für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften deutlich.

Herausragend das Ergebnis auf der 110 Meter Hürdendistanz: Mit einer Zeit von 15,17 Sekunden pulverisierte er nicht nur seine Bestleistung um 0,50 Sekunden, sondern schaffte damit auch die Qualifikationsnorm für einen Start bei den Deutschen U20-Meisterschaften in Rostock.

Durch Zeitplanüberschneidungen mit dem Stabhochsprungwettkampf bei der Deutschen Meisterschaft in Rostock wird er allerdings auf dieses Startrecht verzichten müssen.

Bestleistung in vielen Disziplinen überboten

Denn auch im Stabhochsprung konnte Volkmar in Wiesbaden mit einer übersprungenen Höhe von 4,70 Metern seine persönliche Bestleistung erneut um zehn Zentimeter steigern und bestätigte damit seine hervorragende Verfassung in dieser Disziplin.

Schon bei den niedersächsischen offenen Meisterschaften konnte er mit 4,60 Metern die Deutsche-Meister-schafts-Norm für Rostock überqueren. Bemerkenswert, da seine bisherige Bestleistung zuvor bei 4,40 Metern lag. Auch größere Höhen über 4,80 Metern scheinen bei der aktuellen Verfassung machbar.

Mit 6,64 Metern im Weitsprung, 39,28 Metern mit dem 1,75-Kilogramm-Diskus und 13,25 Metern mit der Sechs-Kilogramm-Kugel übertraf Jan Volkmar bei Weitem seine bisherigen persönlichen Bestleistungen.

Unzufrieden mit dem 1500-Meter-Lauf

Bemerkenswert auch seine Leistung im Speerwurf: Schon mit dem ersten Wurf über 53,79 Metern übertraf er seine bisherige persönliche Bestleistung nicht nur um mehr als sechs Meter, sondern erzielte mit dem Speer auch den weitesten Wurf an diesem Tag im gesamten Teilnehmerfeld. Auf weitere Würfe verzichtete er.

Jan Volkmar vom Eschweger TSV kommt deutlich über die Stange.

Auch im Hochsprung mit 1,78 Metern und im 100-Meter-Spring mit einer Zeit von 11,68 Sekunden konnte Volkmar seine bisherigen Bestleistungen knapp überbieten. Aber gerade in diesen Disziplinen besitzt er noch erhebliches Steigerungspotenzial.

Während der 400-Meter- Lauf am ersten Tag mit 54,27 Sekunden noch zufriedenstellend war, entsprach der abschließende 1500-Meter-Lauf am zweiten Tag mit einer Zeit von 05:27,63 Minuten nicht seinen Erwartungen. Um eine 7000er-Punktzahl zu erzielen, besteht hier noch Nachholbedarf.

Rückenprobleme bremsten Volkmar aus

Vor einem halben Jahr war fraglich, ob Volkmar aufgrund einer Rückenproblematik den Zehnkampf und insbesondere Stabhochsprung, Hochsprung und Speerwurf noch weiter betreiben könnte. Durch Technikumstellungen im Hochsprung, Speerwurf und Weitsprung sowie Maßnahmen in der Trainingsgestaltung und begleitende physiotherapeutische Betreuung durch seinen Physiotherapeuten Dirk Bremser konnte die Situation stabilisiert werden, sodass Jan Volkmar die Wettkämpfe schmerzfrei gestalten kann.

Der Umstellungsprozess hat viel Zeit in Anspruch genommen und ist auch noch nicht abgeschlossen, sodass nach Abschluss des Umstellungsprozesses und einer Schwerpunktsetzung, der die Ausdauerwerte stärker berücksichtigt, in der Zukunft noch Großes zu erwarten ist. (mmo)

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