Wehlheider Verstärkung für Vellmar

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So wird es nie wieder sein: Das Regionalliga-Team der VSG Kassel-Wehlheiden in der Aueparkhalle am 3. September vergangenen Jahres. Vordere Reihe von links: Wolfgang Leggewie, Fabian Schabbach, Daniel Machnik, Dierk Fooken. Rechts dahinter Mats Bernsdorff und Uwe Hoffmann . Hintere Reihe von links: Kay Paluszak, Markus Ludwig, Timo Breithaupt, Eric Wulsten, Alexander Trick. Es fehlen: Thorge Brünig und Patrick Weigel.

Vier Leistungsträger wechseln zum SCC Vellmar - Dirk Fooken neuer Trainer in Vellmar

Der 29. Februar war für Dierk Fooken nicht nur wegen des aktuellen Schaltjahres ein besonderer Termin. An dem Tag trafen in Nordhessen wohl bis auf Weiteres zum letzten Mal zwei Volleyball-Regionalligisten in einem Derby aufeinander: der SSC Vellmar empfing die VSG Kassel-Wehlheiden.

„Damals zeichnete sich bereits ab, dass wir nicht nur absteigen, sondern auch künftig nicht mehr in der Oberliga zusammenspielen würden“, erinnert sich VSG-Spielertrainer Dierk Fooken. Der 44-jährige Lehrer der Jacob-Grimm-Schule war selbst wegen eines Sehnenabrisses an der Schulter außer Gefecht, und auch andere Mannschaftsmitglieder wollten sich nach dem Abstieg umorientieren.

„Dann kam Roland Löber auf mich zu und bot mir an, künftig die Regionalliga-Mannschaft des SSC Vellmar zu trainieren“, erinnert sich Fooken an den Abend in der Großsporthalle. Der Vater zweier Kinder (5 Jahre und 17 Monate) kam ins Grübeln und mit seiner Frau ins Gespräch. Am Ende stand die Entscheidung fest: „Obwohl ich mich eigentlich wegen der Verletzung und meiner Familie aus dem Volleyball zurückziehen wollte, war dieses Angebot natürlich eine Ehre. Ich konnte und wollte es nach reiflicher Überlegung nicht ausschlagen.“

Und nicht nur das. Gespräche innerhalb der VSG-Mannschaft führten bei vier Akteuren zu ähnlichen Entscheidungen: Außen- und Diagonalangreifer Markus Ludwig, Außenangreifer Eric Wulsten, Zuspieler Timo Breithaupt und Libero Patrick Weigel entschieden sich ebenfalls zu einem Wechsel nach Vellmar in der kommenden Saison.

„Damit ergeben sich für uns und Vellmar ganz neue Perspektiven. Es stehen jetzt mit Marc Löber und Timo Breithaupt zwei herausragende Zuspieler zur Verfügung. Das Gleiche gilt für Stefan Derksen und Markus Ludwig als Diagonalangreifer. Taktisch und spielerisch eröffnen sich für mich als Trainer fantastische Möglichkeiten“, freut sich Fooken auf die neue Aufgabe, zumal auch Wulsten und Weigel bei der VSG zu den Leistungsträgern zählten.

Während bei der VSG die anderen Spieler entweder aufhören oder eventuell im Landesliga-Team mitwirken, dürfte die Vellmarer Mannschaft, die die Corona-Saison als Tabellensechste beendete, künftig im vorderen Bereich der Regionalliga-Tabelle zu erwarten sein.

Eher bescheiden äußert sich der scheidende Trainer der ersten SSC-Mannschaft, Roland Löber. Der 63-jährige Lehrer der Vellmarer Ahnatalschule geht aber davon aus, „dass wir mit dieser neuen Mannschaft nicht absteigen werden“.

Einzig die etwas unsichere Wettkampfzukunft dämpft die Vorfreude auf die neue Spielzeit bei Löber und seinem Nachfolger Fooken, weil weiter nicht klar ist, ob die Regionalliga-Saison planmäßig Mitte September beginnen kann.

Löber selbst will sich derweil noch stärker um eine zweite Mannschaft und um U18-Spieler mit Potenzial kümmern, um damit die Vellmarer Nachwuchsarbeit voranzutreiben.

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