Volleyball-Regionalliga: Königsblaue verlieren deutlich mit 0:3 gegen Salzgitter

ASCer erschreckend schwach

Kein Durchkommen: Göttingens Karlis Berzins (re.) bleibt mit seinem Schmetterball im Block der Gäste hängen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Ernüchterung bei den Regionalliga-Volleyballern des ASC 46 Göttingen. Nach dem überraschenden 3:1-Sieg gegen die Reserve der SVG Lüneburg vor einer Woche setzte es gegen den Tabellenachten SG STV/MTV Salzgitter eine ganz bittere 0:3-Niederlage (20:25; 14:25; 11:25).

„Es fehlte uns heute die Führung auf dem Feld“, fand Göttingens Trainer Matthias Polkähn eine plausible Erklärung für das Debakel seines Drittliga-Absteigers. Die verletzten Tobias Harms (Sprunggelenk) und Fabian Gessat (Fingerbruch) wurden schmerzlich vermisst. So fanden die Gastgeber in keiner Phase dieser einseitigen Partie ins Spiel. „Wir haben nie den Faden aufnehmen können“, bemängelte Polkähn hinterher.

Erschreckend viele Fehler

Die Gäste mussten nur geduldig auf die Fehler der Göttinger warten. So erzielten die SG im ersten Durchgang lediglich drei Punkte durch erfolgreiche Schmetterbälle. Alle anderen Punkte wurden ihnen von den Königsblauen quasi auf dem Silbertablett serviert. Da stimmte die Annahme nicht, da wurden am Netz meist die falschen Entscheidungen getroffen und zig Schmetterbälle endeten im Block der Salzgitteraner. Zwar führten die ASCer zwischenzeitlich mit 5:3, doch mit einem 7:1-Lauf drehten die Gäste den ersten Satz in eine 10:6-Führung. Beim 18:21 kam noch einmal Hoffnung bei den Gastgebern auf, den ersten Abschnitt noch einmal drehen zu können. Doch Eigenfehler gepaart mit wenig Selbstvertrauen und kaum überraschenden Ideen führten dazu, dass die SG den ersten Durchgang mit 25:20 für sich entscheiden konnte.

Die enorme Fehlerquote des ASC setzte sich auch im zweiten Satz fort, in dem die Gäste schnell mit 15:7 vorne lagen. Und weil den Göttingern auch in de3r Folge kaum etwas einfiel, war beim 14:25 auch der zweite Durchgang weg.

ASC mit mentaler Blockade

„Wir hatten von Anfang an eine mentale Blockade. Nachdem wir den ersten Satz abgegeben haben, ist auch im zweiten Satz kein Spieler vorangegangen, um dieses Spiel noch zu biegen. Wir hatten keine Antwort parat, sondern sind mental endgültig eingebrochen“, meinte Polkähn. Zudem habe keiner seiner Spieler Normalform erreicht.

So ist auch der dritte Durchgang schnell erzählt. Nach blitzschnellen 1:5- und 2:10-Rückständen war die Moral der Gastgeber endgültig gebrochen. Es funktionierte nichts mehr. Am Ende jubelten die Gäste über die Entscheidung zum 25:11. (gsd)

Von Walter Gleitze

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.