Drei Gründe, warum die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Jahn unter Druck sind

Aufstehen nicht vergessen

Derzeit läuft es nicht rund beim TV Jahn: Auch wenn das Team noch nicht am Boden ist, so wie hier Marion Stein, erlebt es doch eine schwere Phase in der Dritten Liga. Foto:  Schachtschneider/nh

Kassel. „Es ist schwierig, sich auf die Gegner vorzubereiten, wenn wir gezwungen sind, uns mit uns selbst zu beschäftigen“, beschreibt Mittelblockerin Silke Lippik die aktuelle Situation.

Am Samstag ab 19 Uhr kommt es im Frauen-Volleyball in der Olebachhalle (!) zum Duell zwischen den beiden Drittligisten vom TV Jahn Kassel und VC Wiesbaden II. Drei Gründe, warum auch diese Partie für den Tabellen-Drittletzten aus Kassel nicht leicht wird:

1 .Die Hinspiel-Niederlage und die Form des Gegners: In der Hinrunde kassierten die Kasselerinnen auswärts eine herbe 0:3-Niederlage. Diesmal kann der TV Jahn zwar auf seinen Heimvorteil setzen, doch die Wiesbadener sind nicht grundlos Tabellendritter. Zuletzt setzte sich das Team aus der Landeshauptstadt sogar beim Tabellenzweiten aus Sinsheim mit 3:1 durch. Die Jahn-Damen sehen sich also durchaus vor einer sportlichen Herkulesaufgabe. Sie müssten eine gestandene und routinierte Kasseler Mannschaft aufs Feld schicken, damit überhaupt eine Chance auf Zählbares besteht. Doch da kommt Grund zwei ins Spiel:

2. Die Unsicherheit aufgrund der personellen Situation: Im Moment ist die Spielweise des TV Jahn von sehr viel Unsicherheit geprägt, da die Gastgeberinnen aufgrund der ungewissen Zuspielposition ihr System neu ausrichten mussten. Im letzten Spiel gegen Stuttgart übernahm Diagonalangreiferin Conny Wilke das Zuspiel, sodass ihr Einsatz auch am Samstag nicht unwahrscheinlich ist. Denn die Mannschaft muss weiter auf Ina Schwalm und Claudia Hanke verzichten, Anna-Lena Stark bekommt nur Kurzeinsätze. „Wenn das System umgestellt wird, ergeben sich automatisch Abstimmungsprobleme, aus denen Fehler passieren“, erklärt Silke Lippik. Daraus resultiert der dritte Grund:

3.Die durchsichtige Spielweise: Die Konsequenz aus der speziell auf der Zuspielposition entstandenen Personalnot ist oft ein einseitiges und zu leicht durchschaubares Spiel. „Wir wollen natürlich gewinnen. Die Punkte, die Sätze, das Spiel. Dabei steht uns nicht nur der Gegner im Weg, sondern manchmal auch wir selbst“, sagt Silke Lippik. (pal/tor) Foto:  Koch

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