Zwischenbilanz der höheren Volleyball-Ligen: Drittligist Jahn Kassel will Klassenerhalt schaffen

Ausruhen ist nicht angesagt

Suchbild mit Trainern: Die Jahn-Volleyballerinnen Clara Fischer, Kim Leimbach, Maya Englisch-Fooken und Antje Wottke (von links) erwarten den gegnerischen Angriff. Im Hintergrund die Trainer Alexander Schön (links hinter Englisch-Fooken) und Uwe Hoffmann (links hinter Wottke). Foto: Fischer

kassel. Selbst Hallensportarten kennen eine Winterpause. Auch wenn die Auszeit nur eine kurze ist, nutzen wir die Zeit für eine Zwischenbilanz der höherklassigen Volleyballteams. TV Jahn Kassel, Frauen

Aktuell sind sie die Nummer eins im heimischen Volleyball: die Frauen vom TV Jahn Kassel. Mit Alexander Schön fanden sie nach dem Weggang von Florian Margraf einen profilierten Trainer für die Dritte Liga. Schön kann mit dem neunten Platz leben, sieht aber Steigerungsbedarf: „Mit nur zwei Trainingseinheiten pro Woche können wir mit dem Erreichten zufrieden sein. Vor allem im taktischen Bereich hat sich viel getan. Ziel bleibt es allerdings, nicht abzusteigen“, sagt der 48-Jährige. Starke Leistungen brachten aus seiner Sicht vor allem Libera Laura Rybicki und Annahmespielerin Katharina Stark. Zentrales Thema bleibt die Trainerfrage: Schön wird ab Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen, und Co-Trainer Uwe Hoffmann hat noch berufliche Verpflichtungen und einen Trainerjob bei der zweiten Jahn-Mannschaft.

TG Wehlheiden, Männer

Dass es nicht leicht fallen würde, die Abgänge der Leistungsträger Michael Wollring und Christian Koch zu verkraften, wussten die Wehlheider schon zu Beginn der Regionalliga-Saison. „Die Hinrunde war durchwachsen, aber doch eher positiv“, berichtet Trainer Dierk Fooken. Ausruhen könne sich seine Mannschaft jedoch nicht: „Das Mittelfeld der Liga ist insgesamt sehr kompakt. Als Siebter trennt uns von Platz neun nur ein Punkt, und das ist schon der erste Abstiegsplatz.“ Erschwert wird der Weg zum Klassenerhalt durch personelle Unwägbarkeiten. Da trifft es sich gut, dass Marcus Ludwig in die Bresche sprang und sich zum Universalspieler entwickelte. Trotzdem hegt Fooken Bedenken: „Wir waren noch nie eine gute Rückrundenmannschaft. Das muss sich jetzt ändern.“ TG Wehlheiden, Frauen

Fredy Zech ist nicht so recht zufrieden: „Der neunte Platz entspricht unserem Leistungsvermögen, aber ich hoffe noch immer auf den Klassenerhalt“, sagt der Trainer der TG Wehlheiden über seine Oberliga-Frauen. Womit Zech allerdings nicht zufrieden ist, ist die Trainingsbeteiligung: „Das war am Beginn der Saison anders abgesprochen und vielfach hat in der Vergangenheit die Disziplin bei einigen Spielerinnen etwas gefehlt.“

FSV Bergshausen, Frauen

Für die Oberliga-Frauen der FSV war mehr drin als Platz sechs. „Wir haben ein ständiges Auf und Ab erlebt. Manchmal fehlte die Durchschlagskraft, manchmal die Konzentration“, bemerkt Trainer Thorsten Vockenroth. Dies wirkte sich in mehreren knapp verloren Matches aus. Immerhin fand sich die FSV nach dem Abstieg und steht im Mittelfeld. Angetan zeigt sich Vockenroth von einem Neuzugang: „Kelsey McNamara, mit zwei weiteren Frauen von der TS Homberg gekommen, hat voll eingeschlagen.“ SSC Vellmar, Männer

Oberligist SSC ist sich sicher, wo die Reise hingehen soll. „Da wir die Chance auf Meisterschaft und Aufstieg haben, wollen wir Kriftel oben verdrängen. Druck machen wir uns aber nicht“, erklärt Kapitän Marc Löber. Mit einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter ist der SSC Zweiter. Zuversichtlich stimmt ihn, dass die junge Mannschaft immer konstanter wird und die Entwicklung von Diagonalspieler Lucas Manß. „Er hat die Führungsrolle angenommen, spielt mit viel Druck und sehr variabel“, erklärt Löber und ergänzt: „Gut gemacht haben sich aber auch alle anderen.“

Von Martin Scholz und Wolfgang Bauscher

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