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Vellmarer Volleyballer Krössin und Weinrich werden mit Ü40-Männern Vizeweltmeister

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Freude über Silber: die Vellmarer Clemens Weinrich (links) und Marcus Krössin.
Freude über Silber: die Vellmarer Clemens Weinrich (links) und Marcus Krössin. © Privat

Die Vellmarer Volleyballer Marcus Krössin und Clemens Weinrich waren mit den deutschen Ü40-Männern bei der Volleyball-EM auf Mallorca – und wurden Vizeweltmeister.

Vellmar/Palma – Zum ersten Mal dabei und gleich eine Medaille: Am vergangenen Samstag holten Marcus Krössin und Clemens Weinrich vom SSC Vellmar bei der Volleyball-WM der Ü40-Männer auf Mallorca Silber . Im Finale verloren sie knapp gegen Estland.

„Klar waren wir nach dem Abpfiff enttäuscht“, erzählt Krössin. „Aber ein paar Stunden später überwogen dann die Freude und der Stolz darauf, was wir erreicht haben.“ Auch, weil die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Klimm nicht damit gerechnet hatte, überhaupt so weit zu kommen. „Das Halbfinale wäre super, haben wir uns vorab gesagt“, fasst Krössin die Erwartungen des Teams zusammen. „Wir wollten von Anfang an um die oberen Plätze mitkämpfen, aber dass es so gut läuft, haben wir nicht erwartet. Am Ende im Finale zu stehen, war ein großartiges Gefühl.“

Getragen von der Unterstützung der mitgereisten Frauenteams lieferten sich Krössin, Weinrich und Co. dort ein spannendes Duell mit den Esten, die sie schon einmal in der Vorrunde geschlagen hatten. „Auch dieses Mal war es eine enge Partie“, berichtet der 49-jährige Krössin. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und große Werbung für den Volleyball. In der Vorrunde haben wir es noch knapp für uns entschieden, aber Estland hat sich im Turnierverlauf gesteigert. Und in einem Finale gelten dann andere Gesetze.“

Apropos Vorrunde: Neben Estland bezwang das deutsche Team dort unter anderem Titelverteidiger Panama, der das Turnier schließlich als Drittplatzierter beendete. Dabei wurde die Partie einen Tag später als geplant angepfiffen. Der Grund: Die Mannschaft aus Panama hatte beim Flug rund sieben Stunden Verspätung und landete erst, als sich das Team um Krössin bereits aufwärmte.

Ü40-Volleyballer auf Mallorca: (von links) Frank Pawla, Tanja Hart, Clemens Weinrich, Henning Machtens, Marcus Krössin, Dominik Wichmann, Kati Königer.
Ü40-Volleyballer auf Mallorca: (von links) Frank Pawla, Tanja Hart, Clemens Weinrich, Henning Machtens, Marcus Krössin, Dominik Wichmann, Kati Königer. © Marcus Krössin/NH

Allgemein war die WM für den Mittelblocker ein „Erlebnis, das lange in Erinnerung bleiben wird“. „Das ganze Turnier war super durchorganisiert“, sagt Krössin. Sein Team habe durch gemeinsame Trainingseinheiten und Ausflüge außerhalb der Wettkämpfe schnell zusammengefunden. „Man saß mit mehrfachen Olympiateilnehmern bei einem Bier zusammen oder hat mit ihnen eine Katamaran-Tour gemacht“, schwärmt er. „Die gesamte Zeit war phänomenal.“

Bei seiner Rückkehr wurde Krössin gebührend von Freunden und Familie empfangen, die das Finale über einen Livestream verfolgt hatten. „Der Garten war geschmückt und es gab Konfettikanonen“, erinnert sich der Ü40-Vizeweltmeister. „Alle waren da und haben sich mit mir gefreut.“

Jubeln konnten auch die deutschen Frauen-Nationalmannschaften, die parallel zu den Männern ihre eigenen WM-Wettbewerbe austrugen. Das Ü40-Team setzte sich im Finale gegen Peru durch, die Ü50-Frauen zogen gegen Litauen nach und sicherten sich so ebenfalls den Titel. „Leider konnten wir bei den Spielen nicht richtig zuschauen und die Frauen anfeuern, wie es sonst üblich war, weil unser Finale zeitgleich stattgefunden hat“, erzählt Krössin. „Normalerweise hatten unsere Mannschaften immer den größten Fanblock. Dadurch war eine Riesenstimmung in der Halle.“ Die WM war für die deutschen Volleyballteams also in jeder Hinsicht ein Erfolg. (Von Lucca Günther)

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