Derby in der Volleyball-Regionalliga: Wehlheiden kämpft um Klassenerhalt

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Abklatschen: Anlass zum Jubeln wollen sich die Wehlheider Volleyballerinnen auch im Derby gegen den TV Jahn Kassel erkämpfen.

Kassel. Die Dramaturgie ist perfekt: Wenn sich die Volleyballerinnen der TG Wehlheiden und des TV Jahn Kassel am heutigen Samstag ab 19 Uhr in der Aueparkhalle gegenüberstehen, könnte es für sie die alles entscheidende Regionalligapartie sein.

Für die Gastgeberinnen geht es am vorletzten Spieltag gegen den Abstieg, für die Gäste um den Meistertitel. Doch nicht nur dies birgt Brisanz. Für beide ist das Derby auch eine Konfrontation mit der Vergangenheit. Wir blicken zurück und schauen voraus.

Die Vergangenheit

• Die Konstellation: Auch in der Saison 2013/14 kämpfte die TGW gegen den Abstieg und der TV Jahn um die Meisterschaft. Und auch damals standen sich beide am vorletzten Spieltag gegenüber. Dabei sicherten sich die Jahnerinnen Titel und Aufstieg. Im letzten, für sie bedeutungslosen Spiel, unterlagen sie gegen Freisen 1:3. Freisen ließ damit die TGW hinter sich. Dieser half selbst ein Sieg bei Eintracht Frankfurt nicht mehr, zumal auch andere Konkurrenten punkteten. Wehlheiden stieg in die Oberliga ab, der TV Jahn in die 3. Liga auf.

• Das Spiel: Die Jahnerinnen setzten sich am 15. März 2014 mit 3:0 durch. Allerdings verliefen die Sätze längst nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Auch in der Hinrunde hatte der TV Jahn bei seinem 3:0-Erfolg dem Lokalrivalen keine Chance gelassen.

• Der Werdegang: Zum Ende der Saison 2013/14 trennten sich die Wege der beiden Nachbarn. Die TGW fand in der Oberliga zu alter Stärke, holte unangefochten den Titel und kehrte in die Regionalliga zurück. Der TV Jahn ging den anderen Weg. Die Mannschaft schaffte das Klassenziel in der 3. Liga nicht und stieg postwendend wieder ab.

Die Gegenwart

• Die Konstellation: Die TGW liegt als Letzter vier Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz zurück und muss zwei Ränge gutmachen. Verliert die Mannschaft von Trainer Fredy Zech, steigt sie ab. Die Jahnerinnen liegen mit Trainer Florian Margraf drei Zähler vor Verfolger Stadecken-Elsheim. Holen sie drei Punkte, sind sie nicht mehr einzuholen.

• Das Spiel: Aufgegeben hat sich die TGW noch nicht. „Hoffnung muss da sein, wenn man in eine solche Partie geht. Manchmal entstehen Chancen, wo man sie nicht vermutet“, sagt Kirsten Zech. Den Ausgang hält die Mittelblockerin für offen. Rebecca Hoffmann, die beim TV Jahn die gleiche Position bekleidet, sieht dies genauso: „Die Tabellensituation sagt gerade im Derby nicht immer aus, wer gewinnt.“

• Die Brisanz: Eine freundschaftlichere Beziehung als vor besagtem Spiel in 2014 unterhalten beide Teams auch heute nicht. „Die Rivalität ist da, zumal beide in der gleichen Klasse spielen. Vielleicht auch deshalb, weil die TGW früher die stärkere von beiden Mannschaften war. Aber es gibt keine Feindschaft“, sagt Hoffmann und Zech pflichtet bei. Die Brisanz des Derbys stellt sie in den Hintergrund: „Ich möchte mich nicht auf das eine Spiel beziehen. Unser Problem ist, dass wir ganz schlecht gestartet sind und lange brauchten, um aus dem Loch zu kommen.“

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