Männer dürfen als Nachrücker eine Klasse höher ran

DJK Northeim feiert den Regionalliga-Aufstieg

Der Northeimer Volleyballer Andrej Sprenger bei einer Blockaktion am Netz.
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Nicht (wie hier) Bremen, dafür Salzgitter, Braunschweig, Vallstedt, Hannover und Hildesheim heißen die Gegner der DJK Northeim. Hier Andrej Sprenger im Block.

Zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte dürfen die Volleyballer der DJK Kolping Northeim in der Regionalliga aufschlagen.

Northeim - Möglich macht dies ein Nachrückerverfahren, weil die vierthöchste deutsche Spielklasse auf zwölf Teams aufgestockt wird. Dass die Northeimer Männer nun in den Genuss der Regionalliga kommen, haben sie ihrem vierten Rang in der nahezu komplett gespielten Saison 2019/2020 zu verdanken. Diese Platzierung wurde zum Maßstab genommen. Die coronabedingt fast komplett gestrichene Serie 2020/2021 wurde dagegen außen vor gelassen.

Mit diesem Anruf hatte bei den DJK-Verantwortlichen wahrlich keiner gerechnet. Kürzlich meldete sich der nordwestdeutsche Volleyball-Verband (NWVV) bei Abteilungsleiter und Trainer Matthias Polkähn. Die Nachricht: Aufgrund der Aufstockung ist ein Platz in der Regionalliga frei. Innerhalb von zwei Tagen sollte eine Entscheidung getroffen werden. „Nach sieben Monaten Stillstand liefen plötzlich die Drähte heiß. Nach Telefonaten und Videokonferenzen mit aktuellen Spielern sowie möglichen Neuzugängen waren wir uns einig, dass das sportliche Gerüst für die höhere Liga reicht. Kurz danach stand unser Entschluss fest, dass wir es wagen wollen“, sagt Polkähn.

„Wir freuen uns riesig. Dieser Schritt kommt sportlich zum richtigen Zeitpunkt, da wir ein junges, hungriges Team zusammen haben werden. Die Pandemie hat von uns zwar viele Entbehrungen gefordert, aber jetzt gibt es auch mal eine positive Nachricht. Feiern können wir den Aufstieg zwar noch nicht, aber das werden wir nachholen, sobald es möglich ist“, kündigt Polkähn an.

Da die Regionalliga zukünftig in zwei Sechser-Staffeln um Punkte spielen soll, gab es direkt nach der Spielklasseneinteilung noch einen Schreckmoment, als die Northeimer sich statt in der erwarteten Südstaffel plötzlich mit den Teams aus Lüneburg, Osnabrück und Oldenburg im Norden wiederfanden. „Das hätte unseren Aufwand und die Kosten verdoppelt“, verdeutlicht der Abteilungsleiter. Aber diese erste Einteilung wurde später auf Intervention der Mannschaften zurückgenommen, sodass jetzt eine attraktive Südstaffel auf die Northeimer wartet. So messen sich die DJKler bis Ende Januar mit den Teams SG STV/MTV Salzgitter, USC Braunschweig II, Vallstedt/Vechelde Vikings, GfL Hannover und MTV 48 Hildesheim. „Das sind schöne Derbys mit altbekannten Ligagefährten und hoffentlich wieder mit Zuschauern“, sagt Polkähn.

Nach der Vorrunde wird die Regionalliga mit einer Auf- und einer Abstiegsrunde abgeschlossen. Diese Änderung ist den vergangenen beiden Saisonabbrüchen geschuldet. So soll gewährleistet werden, dass das Spieljahr möglichst zu Ende gespielt werden kann.

Während organisatorisch nun jede Menge Arbeit auf die DJK zukommt - vor allem die deutlich höheren Spielbetriebskosten erfordern eine intensive Sponsorensuche - steht das sportliche Gerüst stabil. Ein paar Neuzugänge stehen bereits fest und werden demnächst vorgestellt. Auch im Trainerteam wird es Veränderungen geben. „Hier haben wir schon im Vorfeld gut gearbeitet. Klar ist, dass wir noch den einen oder anderen Spieler brauchen. Aber grundlegend sind wir gut aufgestellt“, berichtet Polkähn, der zukünftig in die zweite Reihe rücken wird. (Andreas Flader)

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