1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Volleyball

Energiekrise im Sport: Kaum Einschränkungen für Bergshäuser Volleyballer

Erstellt:

Von: Lea-Sophie Mollus

Kommentare

Wie wirkt sich die aktuelle Energiekrise auf den Volleyballsport in der Region aus? Wir haben beim FSV Bergshausen nachgefragt, bei dem bis auf kältere Hallen alles weitestgehend normal läuft.
Wie wirkt sich die aktuelle Energiekrise auf den Volleyballsport in der Region aus? Wir haben beim FSV Bergshausen nachgefragt, bei dem bis auf kältere Hallen alles weitestgehend normal läuft. © Christoph Hardt/imago

Die Energiekrise hat Auswirkungen auf alle Teile der Gesellschaft – auch auf den Sport. Wir fragen nach, welche Folgen das für die Vereine hat.

Bergshausen – Trotz aktueller Energiekrise sind die Duschen beim FSV Bergshausen warm. Das dürfte die rund 45 Frauen und 20 Männer, die hier – aufgeteilt in drei Damen- und eine Herrenmannschaft – Volleyball spielen, freuen. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, um in erster Linie Gas und Strom einzusparen.

„Wir als Verein selbst haben nicht viele Möglichkeiten, Energie zu sparen“, sagt Steffen Kaiser, Leiter der Volleyball-Abteilung beim FSV. Der Grund: Die Halle in Bergshausen gehört der Gemeinde, deren Vorschriften der Verein befolgt. „Aber wir achten darauf, das Licht auszuschalten und die Fenster zu schließen. Außerdem haben wir keine Kühlschränke mehr am Laufen“, sagt Kaiser.

Wassertemperatur in den Duschen weiterhin bei 37 Grad

Bier, Wasser und Limo gibt es also nur in Zimmertemperatur. Zudem werden die Vereinsräume möglichst wenig genutzt und alles, was nicht zwingend benötigt wird, abgeschaltet – so auch die Außenbeleuchtung. Der Sportbetrieb läuft normal weiter, inklusive warmen Duschen.

37 Grad warm ist das Wasser, die Duschräume haben 21 Grad – „Wohlfühltemperatur“, wie Melek Arda sagt, die bis vor Kurzem die Liegenschaften der Gemeinde verwaltet hat. „Die Wassertemperatur kann nicht weiter gesenkt werden – aus hygienischen Gründen“, erklärt sie und weist auf die Legionellen-Gefahr hin.

Hallen nur noch 17,5 Grad warm

Auch die Hallen sind nun kälter, die Temperaturen an die Nutzungszeiten angepasst: „Wenn die Vereine drin sind, werden die Hallen auf 17,5 Grad geheizt, sobald sie raus gehen, wird die Temperatur auf 15 Grad abgesenkt.“ Flure werden gar nicht beheizt.

Und damit niemand an den Temperaturen schraubt, sind alle Heizkörper mit Behörden-Thermostaten ausgestattet, die nur mit einem speziellen Schlüssel verstellt werden können, erklärt Arda.

Gemeinde rechnet mit Mehrkosten in Höhe von 30 bis 40 Prozent

Da die Sporthalle in Bergshausen 1993, also vor fast 30 Jahren erbaut wurde, entspricht sie kaum mehr den neuen Energiestandards. Wie Arda mitteilt, wurde bereits eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung in Auftrag gegeben. Auch sollen demnächst LED-betriebene Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren angebracht werden, wie es bereits an der Sporthalle in Dörnhagen, die ebenfalls in Gemeindehand liegt, der Fall ist. „Das ist sehr aufwändig, aber klima- und umweltfreundlich“, sagt Arda.

Obwohl die Gemeinde in Abstimmung mit dem Verein bereits einige Maßnahmen ergriffen hat, um den Strom- und Gasverbrauch zu senken, rechnet sie mit erhöhten Kosten. „30 bis 40 Prozent mehr“, schätzt Arda, wird die Unterhaltung der Sporthallen kosten. Demenetsprechend müsse die Haushaltsplanung angepasst werden. (Lea-Sophie Mollus)

Auch interessant

Kommentare