„Habe mich stetig gesteigert“

Gothas Volleyballer Aßmann blickt auf Saison in der 2. Bundesliga zurück

Christoph Aßmann.
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Analysierte die Spiele seiner Mannschaft auch manchmal  als „Co-Trainer“: Christoph Aßmann aus Herleshausen, der in der 2. Bundesliga bei den Volleyballern aus Gotha spielt.

20 Siege aus 28 Spielen, dazu (noch) Tabellenplatz vier: Die Volleyballer der Blue Volleys Gotha blicken auf eine erfolgreiche Saison in der 2. Bundesliga zurück.

Herleshausen/Gotha ‒ Mit dabei war Christoph Aßmann. Für den 23-Jährigen lief die Spielzeit ebenfalls über weite Strecken gut – bis er dann einen herben Dämpfer hinnehmen musste. „Zunächst einmal: Wir werden zu 99 Prozent noch auf Platz fünf abrutschen“, erklärt Aßmann.

Konkurrent Mimmenhausen liegt aktuell auf dieser Position, hat nur zwei Punkte Rückstand und coronabedingt zwei Nachholspiele. Allesamt gegen Gegner aus dem unteren Teil der Tabelle. „Nichtsdestotrotz sind wir sehr zufrieden. Wir hatten uns vor der Saison das Ziel gesetzt, unter die besten fünf Mannschaften zu kommen. Das kann uns nun keiner mehr nehmen“, bilanziert der 23-Jährige.

Holpriger Start

Dabei fing die zurückliegende Spielzeit etwas holprig an. In der Hinrunde kassierte Gotha mehrere Niederlagen, ausschließlich gegen Teams von der Tabellenspitze. „Gegen die obersten fünf Klubs haben wir uns schwergetan und auf Rang sieben überwintert“, blickt Aßmann zurück. Eine Platzierung, mit der niemand zufrieden gewesen sei.

„Wir wussten als Mannschaft selbst, dass wir besser sind. Auch unser Trainer hat uns oft gesagt, dass er nicht zufrieden ist und mehr erwartet“, gesteht Aßmann. Die Folge: Die Blue Volleys hätten „noch härter trainiert und an den eigenen Schwächen gearbeitet“. Mit Erfolg: In der Rückrunde gewann das Team aus Gotha elf von 14 Spielen und setzte sich im oberen Tabellendrittel fest. Dazu sagt Aßmann: „Wir haben gezeigt, dass wir zu den besten Teams gehören. Damit sind wir alle, egal ob Spieler, Trainer oder Verantwortliche, sehr zufrieden.“

Der Saisonverlauf der Blue Volleys Gotha, er spiegelt auch ein bisschen die Formkurve von Aßmann wieder. Zum Beginn der Hinrunde äußert sich der Herleshäuser wie folgt: „Ich war zu Saisonbeginn nicht mit meinen Leistungen zufrieden und saß immer wieder auf der Bank. Andere waren einfach besser.“ Nach der Winterpause sei aber der Knoten geplatzt. Aßmann stand immer auf dem Feld, zählte zu den wichtigsten Spielern seines Teams. Die Krönung stellten zwei Partien im Januar dar, nach denen der 23-Jährige jeweils zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. „Die Rückrunde war echt gut. Das hat man schon anhand der Statistiken gesehen“, gibt Aßmann zu Protokoll.

Verletzungspech

Ob der Herleshäuser noch weitere Auszeichnungen zum wertvollsten Spieler gesammelt hätte? Wir werden es nie erfahren, denn ab Februar bremste Aßmann eine Knieverletzung: „Ich litt am Patellaspitzensyndrom, eine Reizung der Patellasehne durch zu viel Belastung. Da kann man nicht viel machen, außer das Knie zu schonen.“

Heißt: Ab Februar stand für Aßmann Krankengymnastik und Reha statt Spielzeit auf dem Feld an. „Ich habe mich stetig gesteigert, da kam die Verletzung natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Aber man kann es nicht ändern“, resümiert der 23-Jährige. Nach knapp zwei Monaten Leidenszeit durfte er im April zumindest bei den drei letzten Saisonspielen wieder etwas Spielpraxis sammeln.

„Normalerweise bin ich ja nicht nervös vor Spielen. Aber als ich in Karlsruhe das erste Mal wieder auf dem Feld war, war ich aufgeregt. Dann kamen aber die Routine und die Freude wieder, ich hatte das Spielen vermisst“, blickt der Herleshäuser zurück. Jetzt sei sein Knie noch immer nicht bei 100 Prozent – in der Sommerpause bleibe aber Zeit, um sich zu schonen und gesund zu werden.

Fit zur Vorbereitung

Mitte September startet die neue Spielzeit, Ende Juli geht Gotha in die Saisonvorbereitung. Bis dahin hält er sich mit Knieübungen Zuhause fit, geht weiter zur Krankengymnastik und hofft, dann durchstarten zu können: „Sofern es das Knie zulässt, will ich mit Beachvolleyball und Joggen wieder in den Rhythmus kommen und an der Kondition arbeiten.“ Und nach  einer guten Vorbereitung plant er, in der neuen Spielzeit an die zuletzt starken Leistungen anknüpfen zu können. (Kevin Hildebrand)

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