Drittliga-Volleyballerinnen unterliegen Rohrbach – Hünfeld zu stark für Vellmar

TV Jahn bangt um Anschluss

Kassel/vellmar. Kein Erfolg für die höherklassigen heimischen Volleyballmannschaften: Sowohl die Frauen des TV Jahn Kassel als auch die Männer des SSC Vellmar gingen in eigener Halle leer aus. Jahnerinnen enttäuschen

Nach dem 0:3 (21:25, 25:27, 21:25) gegen Mitaufsteiger TSG Heidelberg-Rohrbach, der zweiten Niederlage im zweiten Drittliga-Rückrundenspiel, fürchtet der TV Jahn Kassel, den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Die Erwartungen, Punkte mitzunehmen, waren hoch. Umso schwerer verdaulich ist die glatte Niederlage.

Rohrbach lief mit der erstligaerprobten Julia Prus gestärkt auf. Der TV Jahn hingegen musste mit ungewohntem Zuspiel beginnen. Dabei führten technische Defizite dazu, dass Schiedsrichterin Heike Müller vieles abpfiff und der Start ins Spiel holprig geriet.

Über platzierte Angriffe kamen die Heidelberger gut in Tritt, während den Jahnerinnen das Selbstbewusstsein fehlte. Im zweiten Durchgang wurde Anna-Lena Stark ins Zuspiel beordert. Nun spielten die Kasselerinnen eine deutliche Führung (18:13) heraus. Je mehr aber der Gegner verkürzte, umso unsicherer agierte das Team von Florian Margraf. „Wir hatten schon Satzball und haben ihn nicht verwandelt. Hier hätte das Spiel kippen müssen“, ärgerte sich der Trainer. Libera Lilly Ruge ergänzte: „Wir haben ein mentales Problem, das wir in den Griff bekommen müssen.“

Der TV Jahn ist Achter, nur um einen Punkt vor Verfolger VSG Mannheim. Heidelberg und Bretzenheim verschafften sich mit Siegen etwas Abstand. „Wir haben es immer noch selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen“, zeigt sich Florian Margraf weiter kämpferisch.

Vellmar verschläft Start

Im Regionalliga-Heimspiel gegen den Hünfelder SV unterlag der SSC Vellmar 1:3 (18:25, 25:22, 21:25, 25:27). In den Satzergebnissen spiegelt sich das Vellmarer Spiel wider. Den Start hatte das Team um Marcus Krössin verschlafen. Ungenauigkeiten in Annahme und Angriff bescherten den Gegnern einen deutlichen Satzgewinn.

„Unser Spiel begann erst im zweiten Satz“, sagte Krössin. Mit druckvollen Aufschlägen brachte sich Vellmar in Position und nahm den Kampf auf. Es war ein Satz auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für den SSC. Doch bewies Hünfeld im Anschluss, dass es zu Recht Tabellenzweiter ist. Obwohl Vellmar im dritten Durchgang durchweg eine Zwei-Punkte-Führung hielt, war es der Gegner, der schließlich den Sack zumachte. „Die Angst zu gewinnen zeigte sich am Ende des Satzes in den Angriffen. Diese wollten nicht mehr klappen“, ärgerte sich Krössin über die vergebene Chance.

Doch auch der letzte Durchgang verlief nicht nach Wunsch der Heimmannschaft. Wieder lange führend, vergab Vellmar die Gelegenheit, den wichtigen Satz zu holen.

Das knappe Satzergebnis zeigt, wie eng und kämpferisch die Partie war. Leider brachte selbst die Top-Leistung von SSC-Spieler Markus Ludwig seinem Team keinen zählbaren Erfolg. Für diesen wird die Mannschaft als Nächstes beim Tabellenersten TSV Speyer kämpfen. (pal)

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