Kasseler Derby der Regionalliga-Volleyballerinnen: TV Jahn feiert

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Wo ist der Ball? Kurze Spielunterbrechung in der Kasseler Aueparkhalle im Regionalliga-Derby zwischen dem TV Jahn Kassel (linke Spielfeldseite) und der TG Wehlheiden.

Kassel. Den ersten Matchball des TV Jahn Kassel wehrt die TG Wehlheiden ab. Dann landet die Angabe von Zustellerin Elena Kah im Netz, und die Würfel sind gefallen.

Im Derby der Volleyball-Regionalliga triumphieren die Jahnerinnen bei der TGW mit 3:1 und sind Meister, während die Verlierer als Absteiger feststehen.

Die Kulisse

Mit rund 150 Besuchern finden sich weniger Interessierte ein als erwartet. „Die Bergshäuser Frauen spielen leider gleichzeitig. Auch das kostet Zuschauer“, bedauert die verletzte Wehlheiderin Lea Theiß. Lautstark macht sich der Anhang des TV Jahn mit seinen Trommlern bemerkbar. Jeder Punkt wird bejubelt, während die TGW-Fans sich eher ruhiger verhalten. Das Spiel

Es sieht nicht so aus, als ob in der Aueparkhalle der Letzte gegen den Ersten antritt. Nach verlorenem ersten Satz (20:25) gewinnt die TGW den zweiten 25:19. Auch danach folgen viele enge Ballwechsel, dennoch holt sich der TV Jahn den dritten Durchgang (25:16). Bis zum 10:10 hält Wehlheiden auch im vierten mit, muss sich beim 17:25 aber doch geschlagen geben.

Die Stimmen

Florian Margraf hatte trotz des zweiten Satzes keine Bedenken. „Ich habe nicht gedacht, dass die Partie kippen könnte. Wir hatten aber Probleme, wenn die TGW ihr Kombinationsspiel aufgezogen hat“, betont der Trainer des TV Jahn. „Auch ein Sieg hätte uns nichts gebracht, weil Lebach gegen Mainz gewonnen hat. Immerhin waren wir phasenweise ebenbürtig“, sagt Margrafs Gegenüber Fredy Zech und ergänzt: „Wir haben leider mehrmals die Big Points nicht gemacht.“ Selbstkritisch urteilt auch Jahn-Libera Lilly Ruge: „Wir haben ein bisschen geschlampt. Die Leichtigkeit fehlte, als der Titel greifbar war.“

Die Rivalität

Die Teams verhalten sich diszipliniert. Es gibt keine Provokationen und keine Mätzchen. Stattdessen sind beide auf sich selbst konzentriert.

Nach dem Spiel

Die Verlierer sitzen konsterniert auf dem Boden oder suchen Trost bei Freunden oder Familie, die Sieger feiern mit ihrem Anhang überschwänglich. Und das geht so weiter: Für die Jahnerinnen steht ein gemeinsames Essen im Stammrestaurant Arkadas an, währen die TGW mit einem Imbiss vorliebnimmt: „Wir bleiben wohl hier und essen die restlichen Hotdogs auf“, vermutet Außenangreiferin Sarah Ackermann.

Wie es weitergeht

Noch eine Partie bestreiten beide Teams. Danach wollen sie beraten, wie es weitergeht. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir das Aufstiegsrecht wahrnehmen, ist groß“, sagt Margraf. Spielt die TGW dann in der Oberliga, trennen zwei Klassen die am Samstag noch gleichrangigen Nachbarn.

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