Volleyballsaison geht zu Ende: Jahn Kassel vor Abstieg – FSV Bergshausen feiert Titel

Auf und Ab am Netz

Posing der Sieger: Die Bergshäuser Damen freuen sich über die Landesliga-Meisterschaft. Julia Sander (vorn von links), Tina Petzold, Bianca Grünewald, Jana Krug, Neria Hotho sowie Lisa Reißig (hinten von links), Lena Pollmann, Kristina Afanasjef, Tanja Schul-Wulf, Barbara Grünewald, Tanja Dehnert, Christine Selle, Myriam Ben Brahim, Trainer Dietmar Gottschlich und Sabrina Spiller. Foto: privat/nh

Kassel. Die Volleyballsaison neigt sich dem Ende entgegen. Die Drittliga-Damen von Jahn Kassel stehen vor dem Abstieg, und während in Bergshausen die Landesliga-Meisterschaft gefeiert wird, gönnt sich Oberliga-Meister Wehlheiden bereits eine frühe Experimentierphase.

Die Meisterinnen

Die Stimmung war bestens. Am Wochenende feierten die Landesliga-Volleyballerinnen der FSV Bergshausen nach dem 3:1 (23:25, 25:13, 25:17, 25:22)-Sieg gegen die BG Marburg die Meisterschaft in der Landesliga. „Natürlich wollten wir oben mitspielen, aber die Meisterschaft war nur so etwas wie ein geheimer Wunsch“, sagte gestern Kapitänin Christine Selle. Zwei Sätze hätten genügt, doch die FSV ging auf Nummer sicher, holte die volle Punktzahl und einen klaren Sieg. Die Nervosität konnte das Team von Dietmar Gottschlich nach dem ersten Satz ablegen und marschierte willensstark durch das restliche Spiel, so wie schon durch die Saison. „Der größte Fan dieser Mannschaft bin ich“, sagte der Trainer stolz über die Saisonleistung seiner Mannschaft. „Wir werden uns jetzt zusammensetzen und sehen, wie wir uns in der kommenden Saison organisieren werden. Prinzipiell wollen wir natürlich die Aufstiegsmöglichkeit zur Oberliga wahrnehmen“, sagte Christine Selle.

Die Abstiegskandidatinnen

„Wir haben verlernt, wie man gewinnt“, sagte Florian Margraf nach dem 1:3-Misserfolg (18:25, 21:25, 27:25, 15:25) seiner Mannschaft gegen Mitaufsteiger TSG Bretzenheim. „Es ist traurig zu sehen, dass die Mannschaft ihre Situation nicht in den Griff bekommt“, sagte Diagonalangreiferin Nicole Skwara. Ohne einen Sieg in der Rückrunde bilden die Kasselerinnen nun das Schlusslicht der Tabelle in der Dritten Liga. Lichtblick im Spiel war Anna-Lena Starks überzeugender Auftritt. Ihr Einsatz im Zuspiel pushte die Mannschaft für einen Moment. Auch Marion Stein vermochte ihre Mitspielerinnen kurzzeitig zu beflügeln, aber am Ende reichte es nicht. Drei Spiele und drei Kontrahenten stehen noch auf dem Programm. Dabei fehlen dem TV Jahn augenscheinlich die Mittel und die Strategien. Obwohl Cornelia Wilke und Julia Fink ihre Sache als notgedrungene Ersatzzuspielerinnen bemerkenswert meistern, hat sich in den letzten Spielen deutlich gezeigt, wie schlecht die Mannschaft das Fehlen ihrer Zuspielerinnen Ina Schwalm, Anna-Lena Stark und Claudia Hanke kompensieren kann.

Die Experimentierer

Sie können es sich leisten. Die Oberliga-Damen der TG Wehlheiden sind bereits Meister und kassierten am Wochenende eine 0:3 (21:25, 22:25, 22:25)-Niederlage beim DSW Darmstadt. Fredy Zech hielt sich allerdings mit Kritik zurück: „Diese Niederlage darf nicht überbewertet werden“, sagte der Trainer, der ansonsten bereits an die kommende Saison denkt und das Spiel als Experimentiermöglichkeit ansah: „Helena Kah haben wir als Außenangreiferin eingesetzt, Lea Theis spielte diagonal und Sina Zech war testweise unsere Zuspielerin.“ (sol/pal)

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