3. Liga: TV-Jahn-Damen geraten nach 1:3 gegen Wiesbaden unter Zugzwang

Schon wieder kein Sieg

Aufmunternde Ansprache: Trainer Alexander Schön stimmt die Volleyballerinnen des TV Jahn Kassel auf die Partie gegen Wiesbaden ein. Foto:  Fischer

Kassel. Die Enttäuschung war den Drittliga-Volleyballerinnen des TV Jahn Kassel nach der 1:3-Niederlage (25:20; 22:25; 18:25; 21:25) gegen VC Wiesbaden II anzusehen. Gegen den Tabellenvierten blieb der erhoffte Befreiungsschlag für das Team um Kapitänin Anna-Lena Stark wieder einmal aus. Dabei sah es im ersten Satz vielversprechend für den Vorletzten aus.

Die Jahnerinnen schlugen hart auf und brachten den Spielfluss der Südhessinnen durcheinander. „Da passte einfach alles“, freut sich Stark, die mit ihren gefährlichen Aufschlägen für eine 5:0-Führung sorgte. Kassels Annahme war sozusagen ein Selbstläufer, und bei den Südhessinnen schlichen sich Fehler ein. Am Satzende setzte Jahn mit 25:20 ein Zeichen. So schien es.

„Leider waren die Wiesbadenerinnen mit ihrer Verlierer-Rolle nicht einverstanden, wie sie uns anschließend offenbarten“, resümiert die 25-jährige Kapitänin. VC Wiesbaden II präsentierte sich ab dem zweiten Satz stark und sicher. Auf die südhessische Außenangreiferin Laura Rodwald fanden Kassels Block und Abwehr keine Lösung. Aus Sicherheit und Konstanz wurden Unsicherheit und Nervosität. Dennoch hielt Jahn lange Zeit mit. Allerdings fielen längere und spektakuläre Ballwechsel meist zugunsten der Wiesbadenerinnen aus. Das zehrte an den Nerven.

Fehlende Konstanz

Auch mit dem Schiedsgericht hatte Jahn so seine Differenzen. „Uns fehlt immer noch die nötige Konstanz, um gegen einen Gegner wie Wiesbaden zu gewinnen. Dadurch haben wir zu viele Punkte verschenkt“, erklärt Außenangreiferin Antje Wottke die letztlich zu Buche stehende 1:3-Niederlage. Langsam gerät der TV Jahn unter Druck.

Sechs Spiele der Hinrunde sind gespielt – und alle wurden verloren. Die Tendenz auf dem Papier ist eindeutig. „Ab jetzt geraten wir in Zugzwang. Während unsere Spielleistungen allmählich zufriedenstellend werden, kann ich das von unseren Ergebnissen nicht behaupten“, erklärt Jahn-Trainer Alex Schön. „Die Kunst besteht darin, sich als Mannschaft von dieser Drucksituation zu lösen.“

Von Sarah Ackermann

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