Volleyball-Regionalliga: Nach zwei Pleiten gewinnt Göttingen 3:1 gegen Lüneburg II

ASC stoppt die Talfahrt

Gemeinsam stark sein: Nach Heimniederlagen in der Regionalliga gegen Hildesheim und Bremen feierte der ASC Göttingen am Sonntag einen 3:1-Erfolg über die SVG Lüneburg II. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Es ist ja nicht so, als hätten die Volleyball-Fans des ASC Göttingen in der jüngeren Vergangenheit nicht viel erlebt. Im vergangenen Jahr durften sie sich im Sommer über die Botschaft freuen, trotz des sportlichen Abstiegs als Nachrücker in der 3. Liga bleiben zu können. Trotz heftiger Gegenwehr erfolgte Ende März dieses Jahres der Abstieg – nach einer Niederlage im entscheidenden Duell gegen Münster. Und auch in der Regionalliga sind Spiele mit ASC-Beteiligung nichts für schwache Nerven.

Bis zum Sonntag hatte der Drittliga-Absteiger drei seiner bisherigen fünf Partien verloren. Weil teilweise wichtige Akteure wie aktuell Fabian Gessat fehlten. Aber auch, weil die Südniedersachsen in den entscheidenden Situationen Nerven zeigten, so wie bei den zurückliegenden Heimpleiten gegen Hildesheim (0:3) und zuvor Bremen (1:3).

„Das war ein Sieg des Willens.“

ASC-Trainer Matthias Polkähn nach dem 3:1 über Lüneburg

Am Sonntag im Heimspiel gegen die SVG Lüneburg II war dies anders. Nach einer hochdramatischen Partie feierten die Göttinger am Ende einen verdienten 3:1 (27:25; 29:27; 31:33; 25:23)-Erfolg über die Bundesliga-Reserve, die zuvor vier ihrer fünf Spiele gewonnen hatte. Stark, wie sich die Südniedersachsen nach verhaltenem Beginn immer mehr steigerten. Im ersten Satz ließen sie sich auf von Rückständen nicht beeindrucken. Nach dem 19:21 kämpften sie sich erst in die Verlängerung und schnappten sich dann die Satzführung.

Im zweiten Durchgang legten die Gastgeber noch einmal zu. Bessere und druckvollere Aufschläge machten den Lüneburgern zu schaffen. Zudem setzte Zuspieler Marcel Rieskamp die Angreifer Fabian Hecker, Josse Clark und Kapitän Tobias Harms immer besser in Szene. Die Ballannahme um Libero Manuel Holst hielt auch in der Verlängerung, weshalb wenig später Trainer Matthias Polkähn mit seinen Akteuren den zweiten Satzgewinn bejubeln durfte.

Doch die Gäste hielten weiter dagegen, lagen im dritten Abschnitt bereits mit 17:12 in Führung. Doch der eingewechselte Tobias Binmöller brachte neuen Schwung. Der ASC drehte die Partie zwischenzeitlich, konnte den 23:22-Vorsprung aber nicht ins Ziel retten – trotz einiger Matchbälle.

Binmöller trifft zum Sieg

Der Anschluss zum 1:2 beflügelte aber nicht die Gäste, sondern sorgte beim ASC für Aufwind. Nach einem 23:18 glichen die Lüneburger zwar noch einmal aus, doch Binmöller verwandelte den Matchball zum vielumjubelten 25. Punkt. „Diese Spiel tat gut, hat aber Nerven gekostet. Meine Mannschaft war heute in den entscheidenden Situationen mutig und hat clever die Punkte erzwungen. Das war ein Sieg des Willens“, kommentierte ASC-Coach Polkähn den dritten Saisonsieg seiner Mannschaft. (raw)

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