Volleyball-Regionalligen: Weendes Frauen in Partylaune / Trainer Polkähn hört bei den Männern auf

Tuspo feiert Aufstieg, ASC durchgereicht

Nicht zu fassen: Die ASCer Fabian Hecker (15) und Marcel Rieskamp (11) sind nach dem Abstieg ebenso gefrustet wie der scheidende Trainer Matthias Polkähn (li.). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Jubel bei den Tuspo-Frauen, niedergeschlagene ASCer – so unterschiedlich war der Gemütszustand bei den Göttinger Volleyball-Teams in der Regionalliga. Kurios: In dieser Klasse wird in der kommenden Saison keine der beiden Mannschaften spielen. Die Weender Frauen steigen in die 3. Liga West auf, die ASCer müssen runter in die Oberliga. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga wurden sie in die 5. Liga durchgereicht – ganz bitter!

Regionalliga Frauen

SV Bad Laer II – Tuspo Weende 0:3 (13:25, 16:25, 7:25). Partylaune bei den Tuspo-Mädels! Nach dem noch einmal „sehr guten Spiel“, so Trainer Tobias Harms, wurde „der die eine oder andere Sektflasche geköpft“. Am Sonntag gab es eine Mannschaftsehrung vom Klub, am Montag eine Aufstiegsfeier im internen Kreis. „Die haben wir uns verdient“, strahlte Harms, dessen Team in Bad Laer „nochmal alles abgerufen“ hat. Aber es war „eine komische Situation“, so der Tuspo-Trainer. Auf der einen Seite die feiernden Weenderinnen, auf der anderen die abgestiegenen Gastgeberinnen.

Tuspo konnte nur zu Acht antreten, mit Kapitänin Lisa Schmidt, Britta Gemecke, Anna Vollenbeck, Katrin Wendling und Alexa Rüther fehlten fünf Spielerinnen. Machte aber gegen den Letzten nichts. Harms: „Wir haben uns trotzdem gut präsentiert, den Gegner schwindlig gespielt und endlich auch mal drei Sätze dominiert.“ Es sei ein guter Abschluss gewesen mit einem Start-Ziel-Sieg in der Liga. 100 Prozent abgesichert sei die Teilnahme an der 3. Liga noch nicht ganz, „aber wir gehen hoch, wollen auch die Rahmenbedingungen erfüllen“, sagt Harms, der sich weiter einbringen möchte, obwohl seine berufliche Zukunft auch noch offen ist.

Regionalliga Männer

ASC Göttingen – USC Braunschweig II 3:0 (28:26, 25:22, 25:18). Selbst dieser glatte Sieg half den ASCern, seit langem wieder mit Manuel Holst als Libero, nichts mehr, weil Schüttorf in Oldenburg 3:2 gewann und es somit keine Schützenhilfe gab. So war der Relegationsplatz kein Thema mehr. „Im ersten Satz haben wir locker und befreit aufgespielt“, meinte Kapitän Tobias Harms. Der ASC dominierte zuerst, hatte dann aber sogar Satzball gegen sich, ehe es noch das 28:26 gab.

Im zweiten Satz punkteten die Göttinger viel über die Annahme und auch im dritten Set zeigten sie endlich wieder einmal, was sie können.

Für den ASC war es jedoch nicht nur der Abschied aus der 4. Liga, sondern auch von Trainer Polkähn, der sich mehr um die Nachwuchsarbeit kümmern will. Nach acht Jahren hört er bei der ersten Mannschaft auf. Polkähn: „Wir sind nicht gegen Braunschweig abgestiegen, sondern in den Spielen davor, in denen wir selten konstant gespielt und mentale Schwäche gezeigt haben. Das war gegen Braunschweig anders, und wir haben einen versöhnlichen und leidenschaftlichen Saisonabschluss vor unseren treuen Fans gefeiert. Natürlich ist ein Abstieg immer traurig, aber es ist auch die Chance, einen Neubeginn zu wagen. Wie das alles weitergeht, werden wir in den nächsten Tagen besprechen. Eventuell schafft auch unsere zweite Herren über die Relegation noch den Aufstieg, dann hätten wir wieder ein Männerteam in der Regionalliga. Das wäre für den Göttinger Volleyballsport wichtig.“ (haz/gsd-nh)

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