Volleyball-Regionalliga: So geht es jetzt bei den höchsten Göttinger Teams weiter

TuSpo feiert, der ASC zittert

Auszeit beim ASC: Göttingens Trainer Polkähn (rechts) gibt Anweisungen, Lennart Köhler hört zu. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Es war schon ein sehr ungewöhnlicher Aufstieg, den die Volleyballerinnen von TuSpo Weende am vergangenen Samstag trotz der 2:3-Niederlage in Spelle feierten. „Das war kurios. Nachdem wir den dritten Satz zur 2:1-Führung gewonnen hatten, gratulierten uns die gegnerischen Spielerinnen, die Speller Zuschauer und selbst der Schiedsrichter zum Aufstieg“, ließ Trainer Tobias Harms die Szene noch einmal Revue passieren. Jetzt aber ist Planung für die 3. Liga West angesagt, in die TuSpo kommende Saison aufrückt.

Der TuSpo-Vorstand und Weendes Volleyball-Abteilungsleiter Bernd Großkopf werden demnächst über die Zukunft des Teams sprechen. „Die Entscheidung aufzusteigen, steht noch nicht endgültig“, sagt Harms. „Aber ich gehe davon aus. Wenn wir jetzt nicht aufsteigen sollen, wäre das ja gegen das System.“

Fest steht, dass der Aufstieg der größte Weender Volleyball-Erfolg sei, so der TuSpo-Coach, dessen eigene Zukunft auch noch nicht zu 100 Prozent feststeht. Er hofft nach wie vor auf eine Referendariatsstelle in der Region Göttingen/Braunschweig, so dass er zumindest als Co-Trainer des Teams weitermachen könnte.

Auf das letzte Spiel bei Schlusslicht Bad Laer II in zweieinhalb Wochen würden die Weenderinnen am liebsten verzichten. In der Zwischenzeit soll die vertagte Aufstiegsfeier realisiert werden, allein schon für die Fans.

Von der 3. in die 5. Liga?

Ganz andere Probleme hat Männer-Regionalligist ASC Göttingen. Wird das Team von Trainer Matthias Polkähn möglicherweise sogar von der 3. Liga West über die Regionalliga in die Oberliga durchgereicht? Der ASC (Neunter) braucht zwei Siege aus den letzten beiden Spielen bei Schlusslicht FC Schüttorf II und gegen den USC Braunschweig II, um Oldenburg von Relegationsrang acht zu verdrängen. Der ASC hofft, das der OTB (auch noch gegen Schüttorf II) bei Spitzenreiter Lüneburg II verliert.

„Mehr als der Relegationsplatz ist nicht mehr drin“, sagt Polkähn, der auf eine schwierige Saison zurückblickt. Sie war von vielen Ausfällen geprägt. Sechs Stammspieler gingen weg. Polkähn: „So etwas rächt sich irgendwann.“ Zuletzt fehlte mit dem beim ASC spielenden TuSpo-Trainer Tobias Harms zuletzt einer der erfahrenen Spieler, mit dem Polkähn vor sieben Jahren einst beim ASC anfing.

Eine Saison-Erkenntnis des ASC-Coaches: „Mit auswärtigen Spielern allein ist es nicht mehr zu machen. Wir brauchen einen Neustart.“ So will man auf eigene Nachwuchsspieler setzen. „Ein Abstieg wäre eine sportliche Katastrophe.“ In der Relegation müsste der ASC gegen den Sieger aus dem Duell der Oberliga-Zweiten (VSG Hannover und TSV Giesen II) spielen. (haz/gsd-nh)

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