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Vellmarer Volleyballer: Regionalligist weiter im Höhenflug

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Von: Torsten Kohlhaase

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Überflieger in der Volleyball-Regionalliga: Der SSC Vellmar mit (von links) Alexander Thoma, Trainer Marcus Krössin, Clemens Weinrich, Florian Krug, Mika Wiemers und Marc Löber.
Überflieger in der Volleyball-Regionalliga: Der SSC Vellmar mit (von links) Alexander Thoma, Trainer Marcus Krössin, Clemens Weinrich, Florian Krug, Mika Wiemers und Marc Löber. © andreas fischer

Besser kann es beim SSC Vellmar derzeit kaum laufen. Von sieben Partien in der Volleyball-Regionalliga gewannen die Nordhessen sechs.

Vellmar – Die Vellmarer Volleyballer thronen aktuell mit 18 Punkten an der Tabellenspitze. Die einzige Pleite bei den Westerwald Volleys, die mit drei Zählern Rückstand und zwei Spielen weniger auf Platz zwei stehen, resultierte vor allem daraus, dass die Vellmarer mit dem buchstäblich letzten Aufgebot antreten mussten.

Auch der Nachwuchs hat sich bereits an die Liga gewöhnt

Doch was macht den Spitzenreiter so stark in dieser Saison? „Ein entscheidender Punkt war, dass wir in der Vorbereitung viel im technisch-taktischen Bereich gearbeitet haben. Teilweise hat es den Jungs gefehlt, was sie in der Abwehr tun sollten, wie sie im Angriff zu stehen haben“, erklärt Marcus Krössin, der gemeinsam mit Timo Breithaupt das Traineramt vor der Saison übernommen hatte.

Mit Clemens Weinrich gab es nur einen echten Neuzugang, ansonsten hat sich auch der Nachwuchs bereits bestens an die Liga gewöhnt. „Manchmal musste man es den jungen Spielern zu Beginn auch zwei- oder dreimal sagen, mittlerweile greifen die Automatismen aber schon ganz gut“, sagt Krössin.

Der Platz an der Sonne weckt Begehrlichkeiten und Hoffnungen

Am vergangenen Wochenende gegen Rodheim habe sein Team in den Sätzen eins und zwei das perfekte Spiel abgeliefert. Ob es überraschend kommt, dass der Höhenflug jetzt schon so lange anhält? „Nein, das würde ich nicht sagen. Ich wusste ja vorher, was die Jungs können, und ich habe immer gesagt, dass wir unter den ersten drei landen wollen“, so Krössin. Auch die Niederlage bei den Westerwald Volleys will er nicht überbewerten: „Da haben wir gerade einmal sechs Leute zusammenbekommen, und es fehlten eigentlich alle Leistungsträger.“

Der Platz an der Sonne weckt nun natürlich Begehrlichkeiten und Hoffnungen. Darf denn ein bisschen Träumen schon erlaubt sein? „Wir genießen gerade jedes Spiel. Und es ist noch viel zu früh in der Saison, um an irgendwelche Konstellationen zu denken. Sollten wir mal zwei, drei Verletzte haben, kann das Ganze schon wieder deutlich anders aussehen“, sagt Krössin.

Derzeit ist erst ein Drittel der Saison absolviert

Grundsätzlich hat nur der Meister das Aufstiegsrecht für die Dritte Liga. Allerdings kann die Zahl auch noch davon abhängen, wie es in den Profiligen aussieht. „Dort brodelt es gerade gewaltig was die Finanzierung und Lizenzgebühren angehen“, so der Vellmarer Coach.

Die Frage, ob der SSC denn am Ende auch aufsteigen würde, könne er jetzt noch nicht beantworten. Dafür müssten eine ganze Reihe von Gesprächen geführt werden. „Wir haben eben im Volleyball keine riesengroßen Sponsoren, die uns dann so ein kostenintensives Jahr in der Dritten Liga einfach mal finanzieren würden“, sagt Krössin. Bis dahin ist aber auch noch ein bisschen Zeit. Derzeit ist erst ein Drittel der Saison absolviert. (Torsten Kohlhaase)

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