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Mündener Volleyballer setzten 2G-Plus-Regel bereits um

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Von: Manuel Brandenstein

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Corona-Schnelltest
Schnelltest: Mit seiner Hilfe durfte die TG am Samstag Volleyball spielen. © DPA, Nicolas Armer

Kann es unter der nun geltenden 2G-Plus-Regelung mit dem Amateursport in Niedersachsen weitergehen? Das Fragen sich auch viele Vereine im Altkreis Münden.

Hann. Münden – Die Landesliga-Volleyballer der TG Münden machten es am Samstag vor, nachdem ihr Landesverband kurzfristig auf die verschärften Regeln inklusive eines aktuellen Testnachweises gewechselt hatte. Eduard Wartenberg, Mitglied der Volleyball-Spartenleitung, hatte erst eine Woche zuvor das Konzept für Heimspiele von 3G auf 2G umstellen müssen; jetzt wurde mit 2G-Plus noch mal nachgelegt. Diese Anforderung mussten alle Spieler erfüllen. Für die gut 70 Zuschauer galt noch 2G (Besucher ab 18 Jahre).

„Wir haben alle unsere geimpften oder genesenen Spieler vor der Halle unter Aufsicht getestet. Dann wurden alle Tests eingesammelt und werden für eine Woche aufbewahrt. Die gegnerische Mannschaft musste uns 2G-Plus schriftlich bestätigen, damit wir aus der Haftung raus waren“, beschreibt Wartenberg das Vorgehen. Die Schnelltests der Mannschaft waren nach Rücksprache mit dem Landesverband genehmigt worden, die TG musste das gesamte Verfahren aber schriftlich dokumentieren.

Für die anschließenden Punktspiele gegen den ASC Göttingen und Tuspo Weende gab es für Spieler und Zuschauer getrennte Eingänge und für beide Gruppen zwei von der TG generierte QR-Codes. Über sie wurde die Aufenthaltszeit jedes Spielers, Helfers und Zuschauers festgehalten.

„Das war alles ein erheblicher Aufwand“, sagt Eduard Wartenberg weiter, „aber wir wissen, wie es geht und wir könnten uns auch vorstellen, es während der Saison weiter so zu machen.“ Zumal sich der Aufwand auch finanziell lohne. Ab Einführung der 2G-Regel konnten wieder offene Speisen und Getränke in der Halle verkauft werden und die erstmals aufgrund der zusätzlichen Ausgaben erhobenen zwei Euro Eintritt hätten die Zuschauer gerne gezahlt, denn sie fühlten sich sicher.

Das ganze Konzept steht und fällt mit der Genehmigung von dokumentierten Tests der Vereine. Sollten die Coronatests nur noch offiziellen Stellen erlaubt werden, käme der Amateursport wohl erneut zum Erliegen – das sieht auch die TG so. (Manuel Brandenstein)

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