Interview: Vellmars Volleyball-Trainer Roland Löber nach dem Überraschungscoup

„Von uns überrascht“

Erzielte mit seiner jungen Mannschaft den ersten Sieg in dieser Saison: Vellmars Trainer Roland Löber, hier während einer Besprechung mit seinem Team. Foto: Malmus

Vellmar. Nach dem Abgang sämtlicher Leistungsträger nach Wehlheiden und Bergs-hausen war nicht klar, wie sich der SSC Vellmar in der Volleyball-Regionalliga der Männer aus der Affäre ziehen würde. Doch die stark verjüngte Mannschaft des SSC ließ nun mit einem knappen 3:2-Sieg über den Gast aus Speyer (siehe auch nebenstehenden Bericht) aufhorchen. Wir sprachen mit dem Vellmarer Trainer Roland Löber über den ersten Erfolg seines Teams und das Gerücht, er würde selbst wieder am Netz schmettern.

Herr Löber, sagt Ihnen der Name Bernd Lichte etwas?

Roland Löber: Der Fußball-Trainer aus Baunatal?

Ja. Wissen Sie, was Sie mit dem ehemaligen Coach des KSV verbindet?

Löber: Nein.

Lichte und Sie haben beide eigene Talente aus dem Jugend- bis in den Seniorenbereich begleitet.

Löber: Das ist wahr. Fast alle Spieler aus der Regionalliga-Mannschaft haben bei mir das Volleyball-Spielen gelernt. Alexander Trick aus Paderborn ist der einzige, der erst später dazukam.

Schon eine besondere Geschichte.

Löber: Im Volleyball gibt es das durchaus häufiger. Bei uns ist eine gute Grundlagenausbildung enorm wichtig. Und die Spieler in meinem Team haben einfach eine gewisse Qualität. Henri Oetken und Lukas Manss zum Beispiel sind am kommenden Wochenende für Hessen beim Bundespokal in Lohhof dabei.

Wie stolz waren Sie nach dem 3:2-Erfolg Ihres Teams gegen Speyer?

Löber: Wir waren von uns schon etwas überrascht. Speyer spielt seit Jahren in der Regionalliga und war letztes Jahr Dritter. Wir hatten nicht die Erwartungshaltung, diese Partie zu gewinnen. Doch irgendwann kippte das Spiel. Meine Jungs haben großartig gekämpft. Und ich hatte den Eindruck, dass Speyer im letzten Satz körperlich etwas abgebaut hat.

Von Vorteil, dass Sie eine junge Mannschaft haben.

Löber: Ich weiß nicht, was Speyer macht. Aber wir haben in der Vorbereitung ein Trainingslager absolviert und trainieren dreimal pro Woche. Das zahlt sich aus. Wir haben prima dagegengehalten.

Im Vorfeld dieser Saison wurde Ihrem unerfahrenen Team nicht viel zugetraut. Was ist vom SSC jetzt in dieser Runde zu erwarten?

Löber: Wir wollen nach wie vor die Klasse halten. Das waren die ersten zwei Punkte gegen den Abstieg. Ich hoffe, wir können diesen Erfolg wiederholen. Erst wenn wir gegen alle Teams einmal gespielt haben, wissen wir genau, was möglich ist. Das Gute ist, dass wir noch nicht bei 100 Prozent waren und uns noch steigern können.

Zuletzt hieß es, Sie stünden vor einem Comeback in der Regionalliga.

Löber: Damit war nicht ich gemeint, sondern mein Sohn Christian. Der hatte wegen einer Schulter-OP ein Dreivierteljahr kein Volleyball gespielt, ist aber inzwischen beschwerdefrei und war nun gegen Speyer dabei. Ich könnte nach Kreuzbandriss und Innenmeniskusverletzung gar nicht mehr spielen.

Von Björn Mahr

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