0:3 gegen Speyer – Wehlheider Volleyballer kassieren bittere Niederlage

Wichtiges Spiel kam zu früh

Diesmal steht der Block: Die Wehlheider (in Schwarz) Thorge Brünig (hinten) und Markus Ludwig parieren einen Angriff des Speyerers Christian Eckenweber. Foto: Fischer

Kassel. Einen missglückten Start ins neue Jahr erlebten die Volleyballer der TG Wehlheiden. Der Regionalligist unterlag in eigener Halle dem TSV Speyer, Mitkonkurrent im Kampf gegen den Abstieg, mit 0:3 (21:25, 23:25, 22:25) und musste die Pfälzer in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

In keiner Phase der Partie schien es, als könnten die Wehlheider das wichtige Duell für sich entscheiden. Zwar lagen sie selten mit mehr als vier Punkten im Hintertreffen, ließen es aber an Konstanz vermissen. Nie gelang es ihnen, eine Serie von Punkten zu erbeuten. So geriet der solide spielende Kontrahent kaum einmal in Verlegenheit.

War die einmonatige Pause über Weihnachten also zu kurz oder zu lang für die TGW? „Zu kurz“, befand Kapitän Markus Ludwig, „viele von uns waren weg und konnten in den letzten Wochen nicht trainieren. Das hat man in vielen Phasen deutlich gemerkt.“

Zudem meinte es der Terminplan nicht gut mit den Wehlheidern. Nach nur zwei Trainingseinheiten mussten sie ran. Am Wochenende sind sie spielfrei und wären lieber dann erst angetreten.

Neben dem verhinderten Trainer Dierk Fooken fehlten auch Timo Breithaupt, Marcus Krössin und Wolfgang Leggewie. Besonders Zuspieler Breithaupt war nur schwer zu ersetzen, auch wenn Sascha Staub seine Sache auf dessen Position gutmachte. „Aber Timo hat mehr Routine, und sein Zuspiel kommt etwas genauer“, sagte Ludwig.

Die Wehlheider leisteten sich eine ganze Reihe von Schwächen. Es gab Lücken in der Abwehr, die Annahme funktionierte nicht nach Wunsch und es mangelte an Ballkontrolle. Der über die Feiertage verloren gegangene Rhythmus tat sein Übriges: Immer wieder verloren die Wehlheider den Ballwechsel, weil Abstimmung und Spielverständnis fehlten. Wie beim Satzball der Gäste im zweiten Satz, als sich kein Wehlheider für den Ball zuständig fühlte.

Somit nutzte der TGW selbst all ihr Kampfgeist nichts. Auch wenn sich der ein oder andere Angreifer wie Eric Wulsten, Patrick Weigel oder Thorge Brünig gelegentlich in Szene setzen konnte. „Wir haben schon unter der Woche nicht gut trainiert. Und das setzt sich dann eben im Spiel fort“, befand Markus Ludwig. Nach intensiver Vorbereitung hofft die TGW, in zwei Wochen zuhause gegen den Vorletzten aus Biedenkopf den Umschwung einzuleiten.

Von Wolfgang Bauscher

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