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Marcel Lenerz: Vollgas mit neuem Team

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Von: Kristina Marth

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Geht in dieser Saison im Toyota GR Supra GT4 an den Start: Marcel Lenerz, hier bei den Testtagen in Oschersleben Anfang des Monats, spricht von einem „taktischen Wechsel“ und hofft auf eine erfolgreiche Saison.
Geht in dieser Saison im Toyota GR Supra GT4 an den Start: Marcel Lenerz, hier bei den Testtagen in Oschersleben Anfang des Monats, spricht von einem „taktischen Wechsel“ und hofft auf eine erfolgreiche Saison. © ADAC

Heiße Reifen, schnelle Runden und jede Menge PS unterm Po: Für Rennfahrer Marcel Lenerz aus Ludwigsau-Tann geht an diesem Wochenende die neue Serie los.

Bad Hersfeld - Die ersten Rennen in der ADAC GT4 Germany werden in der Motorsport Arena Oschersleben ausgetragen. Der 24-Jährige fährt dieses Jahr für ein neues Team – und hofft auf eine gute Saison.

Der Wechsel

Standen die Chancen am Ende der Vorsaison gut, Le-nerz auch in diesem Jahr als Mitglied des Teams Schubert Motorsport zu sehen, hat sich während der Winterpause schließlich doch eine neue Kooperation ergeben. „Im Prinzip war es ein Wechsel aus taktischen Gründen“, sagt er und berichtet von möglichen Chancen für die Zukunft, die er sieht.

Sein Team habe dieses Jahr den einzigen Toyota im Feld, sodass der Autohersteller einen entsprechend großen Fokus auf das Projekt lege. Auch die Zukunftsaussichten stünden gut, da Toyota für das nächste oder übernächste Jahr die Entwicklung eines neuen GT3-Autos plane. Le-nerz meint: „Natürlich suchen sie dafür dann auch Fahrer und Teams – und wenn man mit dem GT4 richtig gut dabei ist, könnte das eine super Visitenkarte sein.“

Das Team

Trägt den Namen „Piro Sports – Burg Zelem Foundation“ und ist nach einem Jahr Auszeit nun wieder in der ADAC GT4 Germany dabei. Der Kontakt zwischen dem Ludwigsauer und dem ein halbes Jahr jüngeren Cedric Piro besteht bereits seit Kindheitstagen. Beide waren damals im Kartsport aktiv und werden sich nun das GT4-Cockpit teilen. Den Platz neben dem 24-jährigen Saarländer, der nicht nur Fahrer, sondern auch Teammanager ist, bekam Lenerz übrigens nicht „geschenkt“. Bei einer offiziellen Sichtung setzte er sich unter sieben Fahren als Bester durch.

Das Fahrzeug

Statt in einem BMW wie im vergangenen Jahr nimmt Lenerz nun in einem etwa 430 PS starken Toyota GR Supra GT4 Platz, welcher das einzige Fahrzeug des japanischen Herstellers im Feld ist. „Was das Auto angeht, bin ich eigentlich sehr zuversichtlich“, gibt er zu Protokoll und verrät, dass die Testtage gut verliefen. Bei verschiedenen Wetterverhältnissen sei er in den Top Five mitgefahren – abzuwarten bliebe allerdings, ob die anderen Teams vor Saisonbeginn bereits ihre volle Leistungsfähigkeit gezeigt hätten.

Die Serie

Die Rennsaison in der ADAC GT4 Germany, in der Lenerz auch im vergangenen Jahr startete, beginnt an diesem Wochenende in Oschersleben und macht bis Ende Oktober auf fünf weiteren Rennstrecken Station. Neben den deutschen Klassikern Nürburgring, Sachsenring und Hockenheimring zählen auch der Red Bull Ring in Österreich sowie der CM.com Circuit im niederländischen Zandvoort zu den Stopps.

Marcel Lenerz im Rennanzug seines neuen Teams Piro Sports – Burg Zelem Foundation.
Marcel Lenerz im Rennanzug seines neuen Teams Piro Sports – Burg Zelem Foundation. © Leonard Rieger

17 Teams und 29 Autos gehen aller Voraussicht nach an den Start. Das Fahrerfeld hat dabei in den Augen des Ludwigsauers noch einmal an Qualität gewonnen: Es sei eine Reihe starker Fahrer aus anderen GT-Klassen hinzugekommen.

Die Zielsetzung

Auf die Frage nach seinem persönlichen Ziel hat Lenerz eine klare Antwort parat: „Ich will eigentlich immer gewinnen“, sagt er und lacht. Bei der Umsetzung spielten aber natürlich viele Faktoren eine Rolle. Für die Saison hofft er auf einen Platz unter den besten Fünf: „Es wäre super, wenn wir da kontinuierlich mitfahren würden.“

Wie immer im Teamsport ist dabei allerdings auch von Bedeutung, wie sich sein Teamkamerad auf der Rennstrecke schlägt. In den Tests habe Cedric Piro noch Zeit auf ihn gefehlt, entsprechend müsse man abwarten, was er an Renntempo zulegen könne. „Ich denke aber, er wird mit der Zeit ein wenig rankommen, da auch er ein guter Fahrer ist“, meint Lenerz optimistisch.

Von Kristina Marth

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