Fußball

Die Auffälligkeiten des ersten Spieltags

Aller Anfang ist schwer: Bekim Mustafi von der SG NIederaula/Kerspenhausen (weißes Trikot) wird von der Bebraer Abwehr in die Zange genommen.
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Aller Anfang ist schwer: Bekim Mustafi von der SG NIederaula/Kerspenhausen (weißes Trikot) wird von der Bebraer Abwehr in die Zange genommen.

Viele Tore, ein Wolkenbruch und der erste Auftritt der SG Festspielstadt/SpVgg/SVA in der Kreisliga B – wir blicken noch einmal auf den ersten Spieltg der Fußball-Saison 2021/2022.

Torreicher Spieltag

Jede Menge Tore bekamen die Zuschauer zum Auftakt der Fußball-Saison 2021/2022 zu sehen. Allein in den acht Spielen der Kreisoberliga fielen 32 Treffer – also im Schnitt vier pro Begegnung. Nur die Partie zwischen den Top-Teams Niederaula/Kerspenhausen und Bebra endete torlos. Sogar 39 Tore gab es in den acht Partien der Kreisliga A1 zu sehen. Das entspricht also fast fünf pro Partie. Jeweils acht Treffer sahen die Fußballfans beim 4:4 zwischen Heenes/Kalkobes und Haselgrund/Breitenbach sowie beim 6:2-Erfolg von Rotenburg/Lispenhausen gegen die Reserve des FSV Hohe Luft.

Treffsichere Angreifer

Torhungrig zeigten sich auch die Angreifer am ersten Spieltag. Neben einigen Doppelpackern gab es Torjäger, die so richtig hinlangten. So trafen in der Kreisliga B Steffen Glenz (Friedlos II) und Marcel Schott von Haunetal II jeweils viermal. Dreimal war Jonas Hopf für Heenes/Kalkobes II erfolgreich. In der Kreisliga A schoss Nicholas Champagne den FV Friedlos mit einem Dreierpack zum 5:0 – Erfolg gegen Weiterode II. Dasselbe gelang Philipp Prokopenko beim 5:1-Erfolg von MMR gegen Ausbach/Friedewald.

Gelungener Auftakt

Neben der SG Mecklar/Meckbach/Reilos sprechen auch der VfL Philippsthal, Niederjossa/Breitenbach und Hohe Luft in der Kreisoberliga von einem guten Auftakt. Philippsthals Gerd Ruch will den 5:0-Sieg vom Freitag gegen Steinbach nicht überbewerten. „Er tut uns gut, aber so wie ich vom gegnerischen Trainer mitbekommen habe, hatte Steinbach keine richtige Vorbereitung.“ Dennoch dürfte sein Team das notwendige Selbstvertrauen getankt haben – der nächste Gegner ist Niederaula. In Niederjossa freute man sich nicht nur über fünf Tore gegen Heinebach, sondern über ein besonders feines von Sascha Wahl. Ein Seitfallzieher der Marke „Tor des Monats“ war der Knackpunkt – danach lief die Tormaschine der Gastgeber auf Hochtouren. Vier Treffer gelangen Hohe Luft beim 4:1 in Gudegrund, das auf Manuel Kerst, Nico Brandtner und Felix Wacker verzichten musste. „Wir hätten unsere Chancen noch besser nutzen müssen“, sagt FSV-Coach Waldemar Hafner. Übrigens: Kerst stand am Grill, zehn Minuten vor Schluss waren die leckeren Bratwürstchen alle vergriffen.

Misslungener Auftakt

Nullnummer im ersten Kreisoberliga-Topspiel in Niederaula. Gegner Bebra war wie erwartet stark. Beide legten ihr Augenmerk auf die Defensive. Die Gastgeber besaß die etwas besseren Chancen, darunter einen Pfostenschuss von Yigit. Aber die Spitzen wie Jan Ullrich oder Bekim Mustafi sahen sich auch einer intensiven Sonderbewachung ausgesetzt. „Diesmal haben wir uns in den Zweikämpfen aufgerieben“, sagt SGN-Coach Frank Ullrich, der schon im Samstag-Interview betont hatte, dass die Saison kein Selbstläufer werden wird.

Die Elf der Namenlosen

Das war nichts: Mit 0:5 kam die SG Festspielstadt/SVA/SpVgg beim ersten Auftritt nach dem freiwilligen Rückzug in die Kreisliga B 2 bei der Reserve der SG Haunetal unter die Räder. Auf den neunen Trainer Ralf Goßler scheint eine Mammut-Aufgabe zu warten. Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Hersfelder sagt uns – nichts. Goßler geht mit einer Elf der Namenlosen in die Saison.

Horror-Verletzung

Mit einem Schock begann die Saison für den Gruppenligisten SG Aulatal. Beim 2:2 gegen die Reserve des Hünfelder SV verletzte sich Mittelfeldspieler Maximilian Weber bereits nach neun Minuten – nahezu ohne Fremdeinwirkung – schwer. Die niederschmetternde Diagnose: Bruch des Sprunggelenks. „Ich habe am Sonntagabend noch mit Maxi gesprochen. Er hat einen Fixateur eingesetzt bekommen, und wenn die Schwellung abgeheilt ist, wird eventuell eine Platte ins Sprunggelenk eingesetzt und verschraubt. Das ist wirklich eine schlimme Verletzung“, berichtet Aulatals neuer Trainer Horst Brandner auf Nachfrage.

Der Schock sei bei seinem Team zunächst groß gewesen – dennoch habe man gemerkt, dass die Jungs das Spiel für Maximilian Weber hätten gewinnen wollen. „Die Leistung war für den Auftakt wirklich okay, zumal Hünfeld ja auch keine Laufkundschaft ist“, sagt Brandner.

Von Hartmut Wenzel Und Sascha Herrmann

Feuchte Angelegenheit: Auch beim Spiel der Fußball-Gruppenliga zwischen Aulatal und Hünfeld (2:2) regnete es in Strömen, im Hintergrund Aulatals Andre Honstein.

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