Lollslauf

Vom Lollskind und der Doppelsiegerin

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Die Strahlefrau: Simone Arnold (rechts) war im Ziel glücklich über ihren Halbmarathonsieg. „Ich bin ein Lollskind“, bekannte die Neuensteinerin. Na, das passt ja! Philipp Stuckhardt (oben) dagegen war weniger begeistert von seinem Resultat. 

Beim Lollslauf in Bad Hersfeld waren auch zahlreiche heimische Starter erfolgreich.

Bad Hersfeld – Da strahlte sie übers ganze Gesicht: Simone Arnold hatte soeben den Halbmarathon des Lollslaufs gewonnen.Nach 1:37,31 Stunden war die Läuferin des SC Neuenstein im Ziel, die sich in vergangenen Jahren eher auf die kürzeren Distanzen spezialisiert hatte. „Das ist mein 16. Start beim Lollslauf, und der Sieg bedeutet mir unheimlich viel“, jubelte Arnold und fügte augenzwinkernd hinzu: „Ich bin nämlich ein Lollskind!“

Weniger begeistert von seinem Resultat war Philipp Stuckhardt. Der Kohlhausener, der im Trikot des Laufteams Kassel sonst von Erfolg zu Erfolg läuft, hatte ausgerechnet bei seinem Heimatlauf kein Fortune, wurde im Halbmarathon in 1:14,50 Stunden „nur“ Vierter. „Das war unter aller Kanone“, schimpfte Stuckhardt im Ziel mit sich selbst. „Hätte ich einen einfachen Trainingslauf gemacht, dann wäre wohl kaum weniger dabei herausgekommen.“ Seine Leistung habe er einfach nicht auf die Straße bekommen. „Ich hatte Probleme mit der Luft, schon nach fünf Kilometern“, ärgerte er sich.

Platz drei in der Wertung ohne Meisterschaft belegte ein weiterer heimischer Athlet: Lars Hildebrand vom TSV Reilos. In 1:22,31 Stunden war er im Ziel.

Auf die Hessenmeisterschaft hatte sich Sandra Barborseck konzentriert. Die Breitenbacherin, auch im Nordhessencup und bei Bergläufen zuletzt sehr erfolgreich, kam in 1:31,15 Stunden und ebenfalls als Dritte der Meisterschaftswertung ins Ziel.

„Wir waren ziemlich gut – wir haben gewonnen.“ So cool kommentierte Heiko Katzler das Resultat des Mannschaftslaufs über fünf Kilometer. Da zeigten Katzler und seine Mitstreiter vom RSV Bad Hersfeld, dass sie auch ohne Räder schnell sind. 23:59 Minuten – das war ein überlegener Sieg.

Überlegen waren gerade zu Beginn des Tages auch die Gäste aus der tschechischen Partnerstadt Sumperk. Dreifachsiege landeten sie über fünf Kilometer der Männer, wo Krivohlavek in 16:59 Minuten vorn lag, und im 1,3-Kilometer-Lauf der Schülerinnen, den Iva Giselova in Streckenrekordzeit von 4:10 Minuten gewann. Die bisherige Rekordmarke von Andrea Hohmeister aus dem Jahr 2001 unterbot sie um zehn Sekunden.

Damit nicht genug: Über fünf Kilometer sicherte sie sich in 20:03 Minuten den Sieg. Ihr Kommentar: „Eine tolle Strecke, und überall Stimmung! Ich habe es total genossen.“

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