Serie „Treue Seelen“: Norbert Bachmann aus Wildeck-Obersuhl

Norbert Bachmann ist dem Fußball und Taubensport verbunden

Norbert Bachmann, SV Eintracht Obersuhl
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Bild aus seinem Hobbyraum: Der Fußball, die Schiedsrichterpfeife und die Tauben beschäftigten Norbert Bachmann sein ganzes Leben lang. Im Hintergrund hat der 72-Järhige zahlreiche Erinnerungsstücke aufgehängt.

Obersuhl – In seinem Hobbyraum schwelgt Norbert Bachmann in Erinnerungen – an seine Zeit als aktiver Fußballer, Schiedsrichter, Vorsitzender, Organisator von Skat-Turnierrunden oder als Brieftaubenzüchter. Bilder, Trophäen, Ehrungen und Mitbringsel, die der 72-Jährige in all den Jahren erhielt, schmücken den Raum auf dem Hof seines Grundstücks in Obersuhl.

Bachmann betätigt sich seit 47 Jahren in verschiedenen Ehrenämtern des Sports und war viele Jahre in der Kommunalpolitik tätig. „Mich hat es schon immer gefreut, wenn ich anderen eine Freude machen konnte“, erklärt der gebürtige Obersuhler, der sich selbst als Vereinsmeier bezeichnet, sein ehrenamtliches Engagement.

Denn bei seinem Heimatverein, dem Sportverein (SV) Eintracht Obersuhl, ist er nicht nur als ehemaliger linker Verteidiger und langjähriger Kapitän der ersten Seniorenmannschaft bekannt, der 1959 zum ersten Mal seine Fußballschuhe für den SV schnürte und 24 Jahre später die stolue Marke von 500 Seniorenspielen knackte.

Auch neben dem Platz engagierte sich Bachmann seit 1974 unter anderem als Trainer, Jugendleiter, Organisator von Vereinsfahrten, erster sowie zweiter Vorsitzender und gehört dem Vorstand heute noch als zweiter Schriftführer an. Daneben war der Fan der MT Melsungen mehr als 30 Jahre lang als Schiedsrichter bei mehr als 500 Fußballspielen bis zur Bezirksoberliga im Einsatz.

„Mein Leben war immer Fußball“, sagt Norbert Bachmann

„Mein Leben war immer der Fußball, und dann kamen die Tauben“, sagt der Vater zweier Söhne und einer Tochter, der als Neunjähriger mit der Geflügelzucht begann und dadurch später zum Taubensport kam. Mittlerweile hält der 72-Jährige knapp 100 eigene Tauben auf seinem Hof in Obersuhl und ist seit 35 Jahren erster Vorsitzender des Brieftaubenvereins 03914 „Auf Wiedersehn“ Obersuhl, dem er seit 1970 angehört. Dazu kamen Funktionen als Schriftführer, Kassierer, Einsatzstellenleiter, Flugleiter sowie als Vereinschef der Reisevereinigung (RV) Sontra und RV Hersfeld.

„Norbert Bachmann hat unseren Verein in all den Jahren vorbildlich geführt und immer zum Wohle des Vereins gedacht. Wir können froh sein, dass wir ihn haben“, sagte Karl Schöppner vor zehn Jahren, damals zweiter Vorsitzender der Obersuhler Taubenzüchter, einst bei einer Ehrung Bachmanns.

Auch wenn der Fußball und vor allem die Tauben immer noch ein zeitaufwendiges Hobby von Bachmann sind, kann der gelernte Schreiner und ehemalige Servicebeamte der Deutschen Bahn nun vermehrt die Zeit mit seiner Familie genießen, für die in all den Jahren auch mal weniger Zeit blieb, wie der Pensionär sagt. „Ich bin meiner Familie unendlich dankbar, dass sie das mitgemacht hat“, betont Bachmann.: „Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr so viel zu tun habe, habe ich keine Langeweile“, gibt Bachmann zu und verweist mit einem Lächeln auf seine Enkelin, die den 72-Jährigen oft auf Trab hält.

Norbert Bachmann hat unzählige schöne Erinnerungen

Dass Norbert Bachmann sein jahrzehntelanges Engagement noch immer fortführt, ist den unzähligen schönen Erinnerungen, die er damit verbindet, geschuldet. „Die schönsten Stunde habe ich im Sportverein verbracht“, spricht der Obersuhler, der vom Land Hessen, den Vereinen und Verbänden zahlreich gewürdigt wurde, die tolle Kameradschaft in seinen Vereinen an.

„Die Tauben, der Fußball und das Schiedsrichterwesen waren mein Leben“, sagt Bachmann und ergänzt: „Ich würde in meinem Leben nichts anders machen, wenn ich es nochmal durchleben würde. Ich habe meine Pflicht getan.“

Von Alicia Kreth

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