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Nachspielzeit: Von Hawaii bis nach Bad Hersfeld

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Hartmut Wenzel Sportredakteur Hersfeld
Hartmut Wenzel © Ludger Konopka

Und dann war da noch ... Die Sache mit dem Wetter. Bekanntlich hat es am Fackelzugsonntag noch nie geregnet, seitdem es den Lollslauf gibt.

In diese Gute-Wetter-Tradition scheint sich auch der kommende Sonntag einzureihen. Sonnenschein, klare Luft und Temperaturen in der Mittagszeit um die 16 Grad, also ein echtes goldenes Oktoberwochenende, sagen die Wetterfrösche voraus.

Der Himmel meint es also auch bei der 23. Auflage des Hersfelder Stadtlaufs gut mit dem Veranstalter, der mit den Hessenmeisterschaften im Halbmarathon zum vierten Mal ein echtes Läufer-Highlight präsentiert. Noch kann man sich in der Schilde-Halle nicht nur über diese Distanz nachmelden für dieses besondere Lauf-event, das nach zwei Jahren im Kurpark wieder in die Innenstadt auf den Linggplatz zurückkehrt. Um die Mittagszeit wird es in der Innenstadt sicherlich wie früher wieder voll werden. Die ersten „Lollsruf-Attacken“, die vor dem Startschuss angestimmt werden, sind bereits verhallt, und die ersten Sieger in den Schüler-Disziplinen werden bereits gekürt sein.

Zwölftausend Kilometer entfernt auf der Pazifikinsel Hawaii herrschen dagegen Temperaturen um die 30 Grad. Dort wird heute der Reiloser Triathlet Lars Hildebrand beim Ironman starten. 3,8 Kilometer Schwimmen im Pazifik, dann 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss ein Marathon, und das bei feuchtheißem Klima – wer diesen Wettkampf durchsteht, darf sich zu Recht als „Eisenmann“ feiern lassen. Die Athleten, so auch Christian Jung aus Oberaula, betrachten allerdings weniger die Temperaturen als ihren größten „Gegner“. Sondern vielmehr den böigen, warmen Wind auf der Rad- und Laufstrecke, der gleichzeitig aus mehreren Richtungen zu kommen scheint. Und der von keinem Wetterbericht vorhergesagt werden kann. Wir drücken Lars Hildebrand die Daumen, dass er die Strapazen mit einer für ihn guten Zeit durchsteht. In Gedanken wird er vielleicht sogar in Hersfeld sein, wo er beim Lollslauf in den vergangenen Jahren mit starken Zeiten vordere Plätze über zehn Kilometer und im Halbmarathon belegte.

Mit sieben Toren hat Dominik Hanslik am vergangenen Doppelspieltag der Fußball-Gruppenliga für Aufmerksamkeit gesorgt. Zwei Tore schoss der Eiterfelder Stürmer gegen Aulatal (5:1), gleich fünf gelangen ihm beim 8:0 gegen Thalau. Obendrein legte der 23-Jährige noch dreimal vor. Mit dieser sensationellen Leistung ist er auch an die Spitze der Torjägerliste der Gruppenliga angekommen, die er zusammen mit dem Schlüchterner Lars Jordan anführt. Einer der ersten Gratulanten zu diesem Erfolg war per Handy sein älterer Bruder Daniel, der beim 1. FC Kaiserslautern spielt, dort aber seit zwei Spieltagen auf der Bank sitzt.

Dominik, der wie Daniel die Nummer „19“ auf dem Trikot trägt, vermutet allein taktische Gründe von Trainer Dirk Schuster. Aber sein Erfolg mit sieben Toren an einem Wochenende sollte Ansporn genug für den großen Bruder sein, sollte der wieder auf den Platz zurückkehren. Klappt es schon heute Abend im Auswärtsspiel beim Zweitliga-Ersten HSV? Die virtuelle Umarmung von Dominik wäre Daniel bei einer erfolgreichen Rückkehr auf den Platz sicher. (Hartmut Wenzel)

Angenehmen Start in die Lollswoche!

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