FSG Waldhessen verliert Abstiegsduell in Wollrode 23:27

Rotenburg. Das erste wegweisende Spiel der Rückrunde ist gespielt. Die Landesliga- Handballerinnen von Schlusslicht FSG Waldhessen kehren mit einer 23:27 (13:14)-Niederlage gegen den ebenfalls stark abstiegsgefährdeten TSV Wollrode zurück.

Die Niederlage könnte eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt bedeuten.

Es deutete sich von Beginn an, dass sich zwei Mannschaf gegenüberstanden, die sehr viel zu verlieren hatten. Dementsprechend nervös war der Beginn beider Teams. Viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten sorgten für eine ausgeglichene Anfangsphase, in der die FSG zwar immer wieder in Führung ging, aber diese nicht halten konnte.

Beim 9:7 (19.) lag die FSG erstmals mit zwei Toren vorne, doch die Gastgeber aus Wollrode antworteten prompt und glichen zum 10:10 aus (24.) - und gingen kurz darauf erstmals selbst in Führung.

Wie schon zuletzt spielte die FSG eine solide erste Halbzeit, war aber nicht konsequent genug, um sich entscheidend absetzen zu können. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel rächen.

Denn jetzt zeigte die FSG ihr zweites Gesicht. Zu unentschlossen in Abwehr und Angriff ließ die FSG den TSV Wollrode gewähren, der Rückstand wuchs. Nach Weyrauthers Anschlusstreffer zum 19:20 (40.) keimte dann aber noch einmal Hoffnung auf im Lager der Gäste. Trainer Jonggi Pasaribu agierte von der Bank aus sehr emotional und versuchte, seine Mannschaft zu motivieren - jedoch erfolglos.

FSG fehlen Mut und Wille

In den verbleibenden 20 Spielminuten ließen die FSG-Spielerinnen Willen, Mut und Einsatzbereitschaft vermissen und verloren zunehmend die Bindung zum Spiel. Der 21:25-Rückstand in der 51. Minute sollte vorentscheidend sein. In der Folge beschränkten sich die Gäste auf Ergebniskosmetik.

Der Schlusspfiff des laut Pasaribu nicht immer souverän leitenden Schiedsrichter-Duos Bock/Deis ging im Jubel der Wollröderinnen unter.

Pasaribu machte nach der Partie kein Hehl aus seiner Enttäuschung: „Es ist Woche für Woche das gleiche Bild. Wir entscheiden uns in den wichtigen Spielsituationen falsch und spielen überhastete Pässe. Es ist schade, dass wir uns immer wieder selbst schlagen.“

Vielleicht wäre für die Pasaribu-Schützlinge mehr drin gewesen, wenn Annette Richter nicht durch ein unglückliches Foulspiel die Rote Karte gesehen hätte. Doch am Ende half alles Lamentieren nichts - so dürfte der Klassenerhalt für die FSG Waldhessen ein schwieriges Unterfangen werden.

FSG: Breul, Bähr, Weidemann - Richter (5/1), Weyrauther (2), Sitzmann, Geyer (2), Sandrock (4), L. Mäusgeier, Eidam (7/2), Wehr (1), Niebuhr (2), S. Mäusgeier.

Von Tomas Pankiewicz

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