Segeln: Kilian König und Johannes Brack werden Dritte bei Weltmeisterschaft

Bronze im Olympia-Revier

Kilian

Waldeck. Der Ausflug nach Sydney hat sich gelohnt: Kilian König und Johannes Brack haben bei der Weltmeisterschaft in der Flying-Dutchman-Klasse in der australischen Metropole den dritten Platz erreicht und waren damit bestes deutsches Team. „Ein tolles Erlebnis bei einer super Veranstaltung“, freute sich der Segler vom SC Edersee und fügt an: „Es war ein unvergessliches Erlebnis.“

Vor allem aber auch ein sportlich unvergessliches Erlebnis. Bei den insgesamt neun Wettfahrten lagen König (33 Jahre) und der Korbacher Brack (30) fast immer unter den besten sechs Booten. Nur zwei Mal gelang das nicht: Bei den Fahrten fünf und sechs kam der Wind ungewohnt aus südlicher Richtung. Das deutsche Boot setzte zweimal auf die falsche Seite und verpasste den Anschluss an die Spitze. Da allerdings die beiden schlechtesten Resultate der neun Rennen gestrichen wurden, fielen die Ränge 19 und 16 in diesen beiden Fahrten in der Gesamtwertung nicht ins Gewicht.

Zittern bis zum Schluss

Durch die beiden Streichergebnisse musste das Team vom Edersee allerdings bis zu den letzten Durchgängen um den Podestplatz bangen. Nerven zeigten König und Brack allerdings nicht. Vor allem in der vorletzten Fahrt demonstrierten sie ihre Stärke und landeten auf dem ersten Platz – vor dem haushohen Favoriten, Szabolcs Majthényi und András Domokos aus Ungarn, die überlegen Weltmeister wurden. Ein vierter Platz beim Finaldurchgang reichte dann, um die Korken knallen zu lassen – Bronze bei der WM war gesichert. Rang zwei belegten die Niederländer Enno Kramer und Ard Geelkerken.

„Die Bedingungen waren nicht einfach. Es gab bei drei bis sechs Windstärken viel Wind, dazu kamen Wellen und natürlich die Sonne“, blickt König, der in Sachsenhausen eine Segelmacherei betreibt, auf die ereignisreichen Tage zurück. Gesegelt wurde übrigens dort, wo im Jahr 2000 auch die olympischen Segelregatten ausgetragen wurden.

König und Brack waren bereits seit dem 24. Dezember in Sydney. Ihr Boot „Jeannie“ wurde zusammen mit anderen aus Deutschland und den Niederlanden im Container per Schiff über Rotterdam nach Australien gebracht. Vor dem Jahreswechsel nutzte die Crew vom Edersee dann die offenen australischen Meisterschaften, um das Revier sowie die Bedingungen vor Ort kennenzulernen und das Boot nach dem Transport für die WM in Form zu bringen. Das übrigens auch mit Erfolg: Brack und König sicherten sich bei dieser Regatta ebenfalls den dritten Platz.

Für König und Brack war Rang drei der bislang größte Erfolg bei einer WM. Im kommenden Jahr finden die Titelkämpfe auf dem Steinhuder Meer in Deutschland statt. „Vielleicht können wir das Ergebnis dann ja toppen“, so König. Fotos: nh

Von Thorsten Spohr

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