Rudern: Yannik Stadler schüttelt im Leichtgewichts-Einer deutsche Konkurrenz ab

Bundessieg für den MRV

Überraschender Triumph: Yannik Stadler legte sich in Brandenburg ins Zeug und gewann. Foto: meinruderbild.de/nh

Brandenburg. Der Mündener Nachwuchsruderer Yannik Stadler fuhr am vergangenen Wochenende beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen den Bundessieg über 3000 Meter ein und fischte am Sonntag über 1000 Meter noch einmal Silber aus dem brandenburgischen Beetzsee.

Mehr als 1000 Athleten aus allen deutschen Bundesländern hatten sich am Wochenende nach Brandenburg an der Havel aufgemacht, um bei zum Teil sehr widrigen Wind- und Wetterverhältnissen um Medaillen zu kämpfen. Mit 40 Booten und 95 Sportlern stellte Niedersachsen neben Nordrhein-Westfalen und dem Land Brandenburg dabei eine der größten Mannschaften des diesjährigen Bundeswettbewerbs, wie die Deutsche Meisterschaft der zwölf bis 14-Jährigen im Rudersport offiziell heißt.

Das Langstreckenrennen über 3000 Meter fand bereits am Freitag statt. Dabei gehen die Boote im Abstand von einer Minute auf die Strecke und kämpfen gegen die Uhr. Bei strömendem Regen erwischte Stadler einen guten Start und konnte sich bis zur Wendeboje gut an den vorausfahrenden Ole Hanack aus Hanau herankämpfen. In einer Zeit von 14,36 Minuten siegte der junge Mündener am Ende vor Hanack (14,45) sowie Paul Gutberlet aus Essen (14,54) und durfte bei der Siegerehrung am Abend die Goldmedaille in Empfang nehmen.

Am Sonntag traf Stadler über 1000 Meter im A-Finale erneut auf Hanack und Gutberlet, die das Rennen von Anfang schnell machten. Entsprechend früh setzte sich das Führungstrio vom Feld ab, um den Medaillensatz erneut untereinander auszufahren. Schon 250 Meter vor dem Ziel zog Gutberlet zum Endspurt an, den Stadler trotz einer deutlichen Frequenzerhöhung nicht mehr ganz kontern konnte, sodass er am Ende als Zweiter ins Ziel kam und sich die Silbermedaille sicherte.

„Ich kann das alles noch gar nicht glauben“, sagt MRV-Trainer Thomas Kossert, der mit Stadler nach Brandenburg gereist war. „Wir hatten mit dem A-Finale geliebäugelt, aber dass es gleich für den Bundessieg und Silber über 1000 reichen würde, ist der absolute Wahnsinn“, freut sich Kossert, der seinem Schützling nach dem Rennen noch eine offizielle Einladung der Deutschen Ruderjugend zu einem ersten Sichtungslehrgang in Berlin-Grünau in den Herbstferien überreichen durfte. „Das ist die Krönung einer fantastischen Saison“, ist sich Kossert sicher. (nh)

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