Franklins Leistung ragt heraus

Acht Kanuten aus München bei Deutschen Meisterschaften dabei

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Wurden nach ihren guten Leistungen umarmt: Paula Franklin (links) und Lea Schwandt mit MKC-Trainerin Claudia Bödefeld (Mitte). 

München/Münden. Bei den Deutschen Kanu-Meisterschaften auf der Olympiastrecke in München-Oberschleißheim stürmte die siebenköpfige MKC-Armadagleich achtmal in die Finals.

Allen voran Juniorin Paula Franklin, die es gleich fünfmal in die hart umkämpften Endläufe schaffte. Die Nationalmannschaft war bei den Wettkämpfen nicht dabei.

Auf ihrer wohl besten DM seit nunmehr sechs Jahren (Deutsche Meisterschaften werden ab der AK 13 ausgefahren) erreichte die 18-Jährige zweimal Platz vier im Finale. Während es im Kajakvierer über 200m mit dem niedersächsischen Auswahlboot Tränen über die mit wenigen Zehntelsekunden verpasste Medaille gab, herrschte hingegen im Kajakzweier über diese Distanz großer Jubel. Mit ihrer langjährigen Hannoveraner Zweierpartnerin Lea Schwandt sprintetet Paula mit Platz zwei im Vorlauf sogar direkt ins Finale. In Anwesenheit der Nationalmannschaft katapultierten sie sich förmlich aus dem Startschuh, um dann nach knapp 40 Sekunden auf der Ziellinie zu realisieren, dass sie es tatsächlich auf Platz vier in diesem hochkarätigen Feld geschafft hatten. Nicht ganz überraschend jedoch für MKC-Trainerin Claudia Bödefeld, die um die Sprintqualitäten des Zweiers wusste: „Beide sind extrem schnellkräftig und zudem als eingespieltes Team äußerst willensstark. Das hat auch der direkte Einzug ins Finale über 500m tags zuvor bewiesen.“ Dort erkämpften Franklin/Schwandt dann Platz 7.

Im Kajakvierer über 500m fehlten auf dem hervorragenden 5. Platz erneut nur wenige Zehntel zu Bronze. Ihr Top-DM-Ergebnis rundete Paula im Kajakeiner mit dem Einzug ins B Finale über 200m ab, in welchem sie Achte wurde.

Junior Marko Broda erreichte mit den Niedersachsenvierer ebenfalls zwei Endläufe. Mit Weltmeister Jakob Thordsen (Hannover) erkämpfte die Niedersachsenflotte über 1000m Platz 7. Noch besser lief es über die 200m Sprintdistanz. Hier wechselte für Thordsen der japanische Sprintmeister Leon Kubo (macht ein Auslandsjahr in Deutschland)in den Vierer, der es nach dem direkten Finaleinzug dann sogar auf Platz 6 schaffte. Mit Kubo im Kajakzweier platzierte sich Broda über die 5000m Langstrecke sogar noch als neunter. Dass es im ersten Juniorjahr der 17/18 jährigen für Marko noch nicht zum Einzug ins Finale im Kajakeiner gereicht hat , war auch der Tatsache geschuldet, dass die Leistungsdichte im Juniorenbereich extrem hoch ist und er es gleich mit sechs frisch gekürten Weltmeistern zu tun, denn die DKV-Junioren hatten einen Monat zuvor alle Bootsklassen bei der WM souverän gewonnen.

Ähnlich erging es Svea Spiegler im ersten Jugendjahr bei den Sprintdistanzen. Eine Top-Ten-Platzierung erreichte sie dennoch bei der abschließenden 5000m-Langstrecke. Mit Partnerin Tamara Ronski (Hannover) erkämpfte sie im stark besetzten Kajakzweierfeld einen 9. Platz. 

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